Altkanzler Helmut Kohl verlässt das Stiftungskuratorium der von seiner verstorbenen Frau gegründeten “ZNS Hannelore Kohl-Stiftung”. Mit Beendigung seines Engagements verliert die Stiftung ihren prominentesten Vertreter. Ein Sprecher des Altkanzlers bestätigte, dass der Ehrenvorsitzende des Kuratoriums mit sofortiger Wirkung seine Ämter niederlegte. Hintergrund soll sein Protest gegen Neuerungen der personellen Besetzung und ein Streit über die Satzung sein.
Seinen Rückzug begründete der Altkanzler laut einem Bericht der “Bild”-Zeitung mit einer unerfreulichen Übernahme der Stiftung durch Personen, die in keiner Beziehung zu seiner verstorbenen Frau standen.
Dies war ausserdem nur möglich, weil sich im vergangenen Jahr die Mehrheitsverhältnisse während seiner schweren Erkrankung verschoben hätten. Als Folge lehnte man demnach Kohls Vorschläge für eine neue Satzung ab.
In ihrer derzeitigen Verfassung repräsentiert die Stiftung nicht mehr das Interesse seiner verstorbenen Frau, zitiert die Zeitung Kohl. Bislang gibt es keine Stellungnahme der Stiftung.
Die Stiftung kümmert sich um Unfallopfer mit Schädel-Hirn-Verletzungen. Kohls 2001 verstorbene Frau war die Gründerin der Organisation. Nach deren Tod übernahm 2002 die Unesco-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven den Vorsitz.
Vermutlich nahm sich Hannelore Kohl damals aus Verzweiflung über ihre Lichtallergie das Leben.
Laut der “Bild” bittet Kohl in dem Schreiben an die Mitglieder des Kuratoriums auch darum, den Namen seiner verstorbenen Eherfrau Hannelore nicht weiter für die Organisation zu benutzen und als Stiftungsnamen fortzuführen.
Der CDU-Politiker war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Im vergangenen Jahr heiratete er erneut. Im Mai wurden der 79-jährige und seine 45-jährige Lebensgefährtin standesamtlich und nach katholischem Ritus in einer Heidelberger Rehabilitationsklinik getraut.
Dort kurierte Kohl eine Operation nach einem Schädel-Hirn-Trauma aus. Dieses zog er sich bei einem Sturz zu. Zuvor wurde er an beiden Knien operiert.
Quelle(n): WELT ONLINE
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Hey Franz, ich habe da einen kleinen Hinweis für dich bezüglich der Europäischen Integration. Bei dem Sammlerportal Tamundo.de wird gerade ein 50 Euro Schein, der bei der Euroeinführung von Helmut Kohl signiert wurde versteigert. Die Metapher “seine Finger mit im Spiel” ist dadurch wunderbar illustriert
Für mich ist Helmut Kohl trotzdem noch ein großer Mann. Ähnlich wie Michael Jackson musste auch er viel Kritik einstecken. Kann sein, dass er nicht immer eine gute Figur abgelegt hat, aber bei der Wiedervereinigung Deutschlands und auch bei der Europäischen Integration hatte er maßgeblich seine Finger mit im Spiel.