Deutschland trauert um den Tierpfleger und Ziehvater des Eisbären Knut aus dem Berliner Zoo. Thomas Dörflein wurde fast genauso berühmt, wie der Eisbär. Er opferte sich mit einer Hingabe und einem erstaunlichen Engagement für den kleinen Eisbären auf. Dieser und Knuts Zwillingsbruder wurden im Dezember 2006 von seiner Mutter verstoßen. Der Zwillingsbruder des kleinen Eisbären verstarb, jedoch Knut überlebte. Seit dem kümmerte sich der Tierpfleger um den Eisbär.

Am 22. September nimmt sich der Pfleger einen Tag frei, da er einen Termin für eine Meniskus-Operation hat. Vor der OP schaut er noch bei Bekannten im Stadtteil Wilmersdorf vorbei. Während des Besuches greift Dörflein sich plötzlich an den Hals und die Brust. Wortlos sackt er zusammen. Die Bekannte wählt sofort den Notruf und wenige Minuten später treffen Rettungssanitäter und Notarzt in der Altbau-Wohnung im 5. Stock ein. Die Retter versuchen Dörflein wiederzubeleben. Erfolglos kämpfen Notarzt und Sanitäter 90 Minuten lang um das Leben des Tierpflegers. Da die Todesursache nicht vor Ort geklärt werden konnte, beschlagnahmen Kripobeamte die Leiche und gaben sie an die Gerichtsmedizin weiter.
Thomas Dörflein hinterlässt einen Sohn und eine Lebensgefährtin. Sein plötzlicher Tod versetzt Familie, Lebensgefährtin, Freunde und Kollegen unter Schock. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) äußerte sich bestürzt über das unerwartete Lebensende von Thomas Dörflein: „Der Berliner Zoo hat einen Sympathieträger verloren. Thomas Dörflein wurde als Pflegevater von Knut weit über Berlin hinaus als eine sympathische, engagierte Persönlichkeit bekannt. Ich bin bestürzt über seinen plötzlichen Tod und hoffe, dass wir in den nächsten Tagen etwas mehr zu den Todesumständen erfahren.“









