Ferrari droht die Formel 1 zu verlassen

Verfasst von Michael vor 1 Jahr, 10 Monatn am 28. Oktober 2008 und abgelegt unter Formel 1, Sport. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Erst Toyota, jetzt Ferrari, wer folgt noch? Der Machtkampf zwischen den Autoherstellern und dem Automobil-Weltverband FIA spitzt sich zu. Der Präsident des Verbandes, Max Mosley, hält am Plan fest, ab 2010 Einheitsmotoren und Einheitsgetriebe in die Königsklasse einzuführen. Damit stößt er auf Widerstand der Fahrzeughersteller.

Die Scuderia stehe zur notwendigen Reduzierung der Kosten, sei aber über Projekte zur Standardisierung der Motoren besorgt. “Wir sind seit 1950 ohne Unterbrechung in diesem Sport. Die Standardisierung der Motoren würde der Formel 1 ihre Daseinsberechtigung nehmen, die auf dem Wettbewerb und der technologischen Entwicklung fußt”, hieß es in einer Mitteilung der Italiener, die zuletzt 1987 einen Ausstieg aus der Königsklasse erwogen hatten: “Wenn diese Schlüsselelemente wegfallen, müssen wir neu überlegen, ob wir in diesem Sport bleiben wollen.”

Am Wochenende hatte bereits Toyota auf die Pläne der FIA reagiert und als mögliche Alternative zur Formel 1 künftig einen Start beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans angedroht. “Wenn in der Formel 1 der Einheitsmotor kommt, steigen wir sicher aus”, hatte Toyota-Rennleiter Tadashi Yamashina gesagt. Gegen einen Einheitsmotor hatten sich neben Toyota und Ferrari auch andere Hersteller, darunter Mercedes und BMW, klar ausgesprochen. „Ein Einheitsmotor ist für BMW nicht interessant. Wenn wir in der Formel 1 sind, dann sollte auch ein BMW-Motor im Auto stecken“, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

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