In Nürnberg ist ein 41-jähriger Mann zu sieben Jahren und neun Monaten Haft wegen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden. Der Angeklagte wird zudem in einer Psychiatrie untergebracht. Ein Gutachter hat dem Mann eine pädophile Neigung attestiert. Deshalb ist er nur eingeschränkt schuldfähig.
Er verging sich an insgesamt 70 Kindern. Der 41-jährige reiste von 1995 bis 2008 durch ganz Bayern. Er gab sich als Polizist aus, um die Kinder zwischen drei und zehn Jahren in Kellerräume zu locken. Seine Taten begann er unter anderem in München, Regensburg, Augsburg und Nürnberg.
Teilweise handelt es sich um schweren Missbrauch und Vergewaltigung. Der angeklagte gestand die Tat weitestgehend. Seine Opfer mussten nicht aussagen.
Die Kinder fing er in Hauseingängen ab oder sprach sie auf Spielplätzen an. Er hat sogar teilweise mehrere Kinder gleichzeitig missbraucht oder sich vor ihnen entblößt. Vielen Opfern setzte er eine verdunkelte
Taucherbrille auf, damit sie nichts sehen konnten.
Die Polizei kam dem Mann vergangenes Jahr auf die Spur. Sein letztes Opfer war ein achtjähriges Mädchen aus Erlangen. Sie hatte sich Freunden anvertraut. Daraufhin alamierten diese die Polizei. Es folgten eine Speichelprobe sowie ein Geständnis des Mannes. Beides stellte schließlich einen Zusammenhang zu weiteren Fällen her.
Quelle(n): FOCUS
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