Die Mobiltelefone von Sony Ericsson verstauben in den Regalen. Das Unternehmen rutscht tiefer in die Krise. Die Konkurrenz zieht mittlerweile mit modernen Angeboten davon.
Sony Ericsson verpasste den Anschluss an aktuelle Trends wie das Smartphone. So nüchtern betrachten Analysten die Ursachen für die schwachen Zahlen des Handyherstellers. Im zweiten Quartal verkaufte man nur noch 13,8 Millionen Mobilfunktelefone. vor einem Jahr waren es mit 24,4 Millionen noch fast doppelt so viel.
Der Umsatz von Sony Ericsson brach um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein. Analysten erwarteten hier 1,8 Milliarden Euro. Die Gewinnzone rückte deshalb in weite Ferne. Unterm Strich stand ein dickes Minus von 213 Millionen Euro. Allerdings verminderte sich das Minus gegenüber dem ersten Quartal, als Sony Ericsson 293 Millionen Euro verloren hatte. Vor einem Jahr verdiente das Unternehmen noch sechs Millionen Euro. Händler bezeichneten die Zahlen als gemischt, vor allem der Umsatz enttäuschte.
Ob nun der Trend zum Zweithandy die Rettung ist, bleibt offen. Allerdings sind Handys weltweit nicht mehr so gefragt, da der Markt relativ gesättigt ist. Der Handymarkt schrumpft in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2001. Sony Ericsson ist nach Marktanteilen mit fünf Prozent die Nummer fünf.
Der vage Ausblick von Unternehmenschef Dick Komiyama gab kaum Anlass zu glauben, dass sich diese Position so schnell verbessert. Komiyama rechnet damit, dass auch der Rest des Jahres schwierig bleibt. Er will das Unternehmen aber so schnell wie möglich zurück zu Profitabilität und Wachstum bringen.
Folgende Schritte sind dafür vorgesehen. Und zwar will Sony Ericsson seine Kostenbasis bis in die zweite Jahreshälfte 2010 um 880 Millionen Euro senken. Dafür will das Unternehmen auch mehrere Tausend Arbeitsplätze abbauen. Bislang strich man 2.300 Stellen. Ein neues Produktprogramm mit modernen Mobiltelefonen soll dabei die Wende bringen.
Quelle(n): www.boerse.ard.de
Bild(er): (c) La Ignorancia Mata-, airgap @ flickr.com
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