Mit gegenseitigen Angriffen begann gestern die offizielle Phase des Wahlkampfs.
Den Einsatz ihres Herausforderers Frank-Walter Steinmeier von der SPD zur Schaffung neuer Jobs nannte Bundeskanzlerin Merkel (CDU) richtig. Jedoch weckt die konkrete Zahl von vier Millionen Arbeitsplätzen falsche Erwartungen. Deshalb findet sie auch solche Zahlenspiele nicht gut. Im Interview mit RTL sagte die Kanzlerin dazu: “Man sollte nichts versprechen, was man gar nicht versprechen und gar nicht überblicken kann.”
Zum ersten Mal äußerte sich die Kanzlerin auch in der Dienstwagenaffäre um SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt kritisch: “Ein Wort des Bedauerns ein wenig früher wäre hilfreich gewesen.”
Ebenfalls schärfere Töne schlug auch SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier an. Die Union und ihre Vorsitzende Merkel würden sich um klare Aussagen zum Wahlkampf herumdrücken. Das kritisierte der SPD-Politiker in einer Pressekonferenz der Berliner Hauptstadtjournalisten. Steinmeier sagte: “Das ist ein Versuch, die Öffentlichkeit damit einzulullen.”
Zudem verteidigte er den Plan, dass vier Millionen neue Jobs bis 2020 entstehen könnten. Der SPD-Kanzlerkandidat erklärte: “Das ist ein sehr ehrgeiziges, aber auch realistisches Ziel.” Weiterhin sagte er, dass er nicht bereit ist, die Massenarbeitslosigkeit einfach so hinzunehmen. Das schafft nur Staats- und Politikverdrossenheit.
Auch der Termin für das Fersehduell zwischen Steinmeier und Merkel steht bereits. Am 13. September um 20.30 Uhr treffen die beiden aufeinander. Dies teilten die beteiligten Fernsehsender ARD, ZDF, Sat.1 und RTL mit.
Quelle(n): Rheinische Post
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