Die Malediven haben einen neuen Präsidenten und dieser hat neue Ideen, sein Land betreffend. Oder was davon noch übrig bleibt. UNO-Prognosen zufolge steigt der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um 59 Zentimeter. Und da der höchste Punkt des Inselparadieses nur 2,4 Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat er bereits große Zukunftspläne.
Weil die Inseln irgendwann einmal vom steigenden Wasser überschwemmt werden, sucht er schon eine Ersatzheimat. Nasheed sagte zum “Guardian: “Wir können den Klimawandel nicht selbst stoppen, also müssen wir woanders Land kaufen.”
Es soll schon jetzt fleißig Geld gespart werden und ein Staatsfond wird durch einen Teil der Tourismuseinnahmen aufgefüllt. Sozusagen als Versicherung für den schlimmsten Fall. Bleibt nur noch die Frage, wo die neue Heimat liegen soll. Indien und Sri Lanka hätten ein ähnliches Klima. Das dünn besiedelte Australien käme in Frage.
Solange die Malediven noch weit genug aus dem Wasser ragen, so dass man darauf wohnen kann, sollen die Inseln ein ökologisches Vorzeigeprojekt sein. Präsident Mohamed Nasheed will die Trauminseln in ein ökologisches Musterland umwandeln. Die Malediven sollen der Vorreiter für Sonnenenergie werden. „Die Sonne haben wir“. Ebenso denkbar sei die Windenergie. Und es gibt schon zahlreiche Firmen, die an einer Zusammenarbeit sehr interessiert sind.
“Ich habe mir das alles bis ins Detail überlegt, weil ich so viel Zeit zurückgezogen verbracht habe”, sagte Nasheed. Der ehemalige Dissident habe sich im Gefängnis “ein anderes Leben anderswo” vorstellen müssen.
Quelle: ORF
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