Der elfte Transport bringt am 11.11. elf Behälter nach Gorleben
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In der Nacht zum Dienstag erreicht der Atommülltransport das Zwischenlager in Gorleben. Mit erheblicher Verspätung seien die elf Behälter um 0.19 Uhr in der niedersächsischen Gemeinde an der Elbe angekommen. Aufgrund massiver Proteste erreichte der elfte Transport mit hoch radioaktivem Atommüll erst einen Tag später das Zwischenlager in Niedersachsen.Der Transport war am Freitagabend in der französischen Aufbereitungsanlage “La Hague” gestartet. In der Nacht zum Montag kam der Zug bereits deutlich später am Verladebahnhof im niedersächsischen Dannenberg an. Bewacht von Hunderten Polizisten brachen die mit den Containern beladenen Tieflader gestern um 23.11 Uhr von Dannenberg zu ihrer letzten Etappe ins Zwischenlager auf. Ein Polizeisprecher meinte, dass die letzten 20 Kilometer vom Verladebahnhof Dannenberg bis Gorleben ohne größere Zwischenfälle verliefen. In der Nähe der Ortschaft Laase habe eine Gruppe von Demonstranten versucht, erneut auf die zuvor geräumte Strecke zu gelangen, sagte der Sprecher. Dies verhinderte jedoch die Polizei.
Zuvor hatten die Einsatzkräfte mehrere hundert Demonstranten weggetragen, die mit Sitzblockaden und anderen Protestaktionen den Transport behinderten. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm bis zum Abend rund 200 Atomkraftgegner in Gewahrsam. Zwei Demonstranten nahm die Polizei fest, da sie mit Steinen warfen. Insgesamt fielen die Proteste deutlich heftiger aus, als beim letzten Transport 2006. Wegen der steigenden Energiepreise haben seither die Bestrebungen zugenommen, den Atomausstieg rückgängig zu machen.Laut Greenpeace transportierte man den Atommüll dieses Jahr in dem neuen französischen Behälter TN 85. Um mehr Leistung aus einem Reaktor zu erzielen, reichern die Energiekonzerne das Brennmaterial mit mehr Uran-235 an. Die damit verbundenen Abbrände haben eine höhere Radioaktivität. “Die nach Gorleben rollende Fracht ist radioaktiver als alle bisher nach Deutschland gebrachten Abfälle”, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace.
Quelle(n): Greenpeace, Reuters Bild(er): (c) materialism, kleine gelbe ente @ flickr.com Thumbnail: (c) Sergej23 @ pixelio.de



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