Mittwochabend fand ein riesiger Trauerzug für den verstorbenen Fußball-Nationaltorwart Robert Enke statt. 35.000 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil. Die Teilnehmer kamen im Stadtzentrum zu einem Trauergottesdienst zusammen. Danach ging es zum Stadion von Enkes Klub “Hannover 96″.
Den Marsch führten “96″-Manager Jörg Schmadtke sowie Trainer Andreas Bergmann und der frühere Nationalspieler Hans Siemensmeyer an. Weitere Teilnehmer waren unter anderem Joachim Löw, DFB-Präsident Theo Zwanziger und Kapitän Michael Ballack. Sie trugen einen schwarzen Banner mit dem Schriftzug „Ruhe in Frieden“. Nach dem Trauermarsch verblieben noch hunderte Fans vor dem Stadion. Sie nahmen in Ruhe Abschied von dem Sportler.
An der Gedenkfeier am Sonntag werden Löw und alle Spieler wie auch der gesamte Betreuerstab der Nationalmannschaft teilnehmen. Danach geht es für das Team nach Düsseldorf. Dort bereiten sie sich auf das Länderspiel gegen die Elfenbeinküste vor. Nach der Absage der Partie gegen Chile kehrten die 21 Akteure am Mittwochnachmittag zu ihren Vereinen zurück. Dort soll entschieden werden, in welchem Umfang die Spieler bis zum Treffen der DFB-Auswahl am Trainingsbetrieb teilnehmen.
Für Bundestrainer Joachim Löw war der Selbstmord des Nationalhüters Enke ausschlaggebender Grund zur Absage der geplanten Partie am Samstag gegen Chile. Dazu sage der 49-jährige: „Niemand fühlt sich in der Lage, in dieser Situation einfach zur Tagesordnung überzugehen.”
Quelle(n): faz.net
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