Viele Teenies “hartzen” nach ihrer Ausbildung. Doch wer “hartzt” muss sich vorher erst mal bei der Arbeitsagentur melden.
Dieses Jahr wählte die Jury ein neues Jugendwort, welches den unschönen Zustand des Arbeitslos-Seins bezeichnet.
Jahrzehnte seines Lebens war “Hartz” ein Nachname wie viele andere auch. Inzwischen stutzt aber sicherlich der eine oder andere, wenn sich Peter Hartz vorstellt. Er ist es nämlich, der für “Hartz IV” verantwortlich ist. Auch wenn mit “Hartz IV” eigentlich nur der vierte Teil einer Arbeitsmarktreform gemeint ist.
Mittlerweile benutzt man den Begriff sogar schon als Synonym für das Arbeitslosengeld II. Für Viele hat er deswegen bereits einen “schlechten Beigeschmack”.
Dementprechend verwundert es nicht wirklich, dass Jugendliche das Verb “hartzen” daraus ableiten. Damit wird eine Tätigkeit beschrieben, welche davon lebt, gar keine Tätigkeit zu sein. Genauer gesagt, arbeitlslos zu sein.
Nun wählte man “hartzen” zum Jugendwort des Jahres 2009, wie der Langenscheidt-Verlag in München mitteilte.
Auf weiteren Plätzen folgen noch “bam” für “cool” und “Bankster” als Wortspiel für einen Bankangestellten, welcher in der Finanzkrise spekulative Geschäfte macht. “Rudelgucken” wird als Übersetzung des Anglizismus genutzt und “Public Viewing” bedeutet “ins Deutsche”. Schulabgänger mit fehlender Allgemeinbildung bezeichnet man dafür als “Pisaopfer”.
Die Jury erklärte, dass sich der Begriff “hartzen” mit einem Sachverhalt auseinandersetzt, welcher inzwischen auch in der Lebenswelt der Jugendlichen angekommen ist. Spannend ist der Ausdruck auch hinsichtlich seiner kreativen Wandlungsmöglichkeiten. Aus ihm lassen sich viele neue Wörter bilden. Einige Beispiele hierzu sind unter Anderem “rumhartzen” sowie “mithartzen” und “abhartzen” oder ganz einfach nur der “Hartzer”.
Seit 2008 wird das “Jugendwort des Jahres” von “Langescheidt” wie auch der Jugendzeitschrift “Spiesser” und dem sozialen Netzwerk “MySpace” vergeben. Zur Abstimmung stellt man dazu eine Liste aktueller Jugendwörter ins Internet.
Rund 45.000 Interessierte wählen daraus mit ihrer Stimme die Top 15. Aus dieser kürt die Jury dann das Jugendwort.
Vergangenes Jahr wählte die Jury einen Begriff, der zumindest einen fröhlichen Inhalt beschrieb.
2008 war nämlich die “Gammelfleischparty” angesagt.
“Gammelfleischparty” dient dabei als
Übersetzung einer Fete für Menschen über 30, also der sogenannten “Ü-30-Party”.
Quelle(n): Netzeitung.de
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