Nach den pikanten Enthüllungen über ihre Affäre mit einem 19-jährigen begab sich die Frau des nordirischen Ministerpräsidenten Peter Robinson in psychiatrische Behandlung. Derweil kommen immer mehr Details über das umstrittene Privatleben der 60-jährigen ans Licht.
Iris Robinson ist selbst Abgeordnete des nordirischen “House of Commons”. Sie soll seit längerem unter schweren Depressionen leiden. Die Politikerin wird nun in einer Klinik in Belfast derzeit „intensiv“ behandelt, erklärte der Regierungschef.
Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die 60-jährige 2008 eine Affäre zu einem damals 19-Jährigen unterhielt. Sie entschied zugleich als Vorsitzende eines Gremiums über Zuschüsse, die ihr Liebhaber für die Eröffnung eines Restaurants erhielt. Robinson verschwieg jedoch, dass sie den Antragsteller kannte. Nach Ende der Affäre mit McCambley verlangte Robinson sogar die besagte von ihm Summe zurück. Nun fordert sie ihre protestantische Partei “DUP” auf, ihre Mandate abzugeben. Auf einer Sitzung der Partei “Stermont” soll heute geklärt werden, wer Iris Robinson zukünftig ersetzt.
Die politische Zukunft des Regierungschef steht wegen der Affäre ebenfalls auf dem Spiel. Peter Robinson bestreitet jedoch, über die unsaubere Vergabe des Geldes gewusst zu haben. In diesem Fall hätte er aber die zuständigen Behörden benachrichtigen müssen. Auch Abgeordnete seiner Partei fordern bereits seinen Rücktritt.
Tatsächlich gefährdet ein Rücktritt von Regierungschef Peter Robinson jedoch die Friedensprozesse zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland. Robinson steht seit eineinhalb Jahren der Regionalregierung zwischen einst verfeindeter “DUP” und der katholischen “Sinn Féin” vor. Ein Rücktritt könnte vorgezogene Wahlen der nordirischen Versammlung auslösen.
Quelle(n): afp.de
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