Jackson-Ermittlungen ergeben Mord

Verfasst von vor 2 Jahre, 1 Monat am 12. Januar 2010 und abgelegt unter Allgemeines. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Die Ermittlungen nach Michael Jacksons Tod sind abgeschlossen.

Die britische Sonntagszeitung “News of the World” zeigte den zweiseitigen Totenschein von Michael am Sonntag im Internet auf ihrer Webseite. Als Todesursache gibt das Dokument Mord an.

Beim “Grund des Todes” nennt der Schein “homicide”. Dies bedeutet soviel wie Mord oder zumindest Tötung.
Verantwortlich dafür ist nach Angaben eine “akute Vergiftung” mit dem Narkosemittel Propofol.
Laut den Berichten amerikanischer Medien will man  Jacksons Leibarzt Conrad Murray deshalb bald anklagen.
Allerdings betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Los Angeles, dass diesbezüglich noch keine konkreten Entscheidung getroffen wurden.

Weiterhin enthält der Totenschein zahlreiche persönliche Angaben.
Michaels und La Toya´s Adresse sind in der Veröffentlichung allerdings geschwärzt. Ebenso auch Jacksons Sozialversicherungsnummer. La Toya´s Adresse gab er damals für Notfälle an.
Ansonsten enthält das Dokument Angaben, dass er von “Beruf Musiker” und in der “Sparte Unterhaltung” tätig war. Desweiteren bestätigt sein “Status”, dass er “geschieden” und von “schwarzer Rasse” war.
Jackson verstarb Ende Juni im Alter von 50 Jahren.

Der Tod des “King of Pop” traf die Öffentlichkeit völlig unerwartet.
Nun sind die Ermittlungen jedoch abgeschlossen, berichten die US-Medien.
Die Anklage gegen den Kardiologen Murray erfolgt wahrscheinlich bereits in wenigen Wochen. Diese lautet dann vermutlich auf Totschlag, heißt es unter Bezug auf die Ermittlerkreise.
Am frühen Morgen des 25. Juni verabreichte Murray dem 50-jährigen Jackson etliche Beruhigungsmittel. Diese wurden dem Star jedoch zum Verhängnis.

Der Arzt gab Jackson wohl auf dessen Drängen zahlreiche Tabletten gegen seine Schlafstörung. Anschließend spritzte er ihm auch noch das Narkosemittel Propofol. Kurz darauf erlag der Sänger dann einem Herzstillstand.

Gegen den Arzt erhob man bis jetzt allerdings  noch keine Anklage.
Die “Los Angeles Times” zitiert eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dass es “kein laufendes Verfahren” gibt. Die Anklagevertreter prüfen noch die von der Polizei gesammelten Fakten. Es gibt noch keine Entscheidung, Murray anzuklagen.

Neben seinem Anwalt Ed Chernoff soll Murray auch noch den Strafrechtsexperten Michael Flanagan aus Glendale bei Los Angeles verpflichtet haben.
Laut der “LA Times” zufolge gewann Flanagan bisher den einzigen Fall in Los Angeles, bei dem es zu einer Anklage wegen Tod durch Propofol kam.

Vor sechs Jahren klagte man bereits zwei Krankenschwestern an, welche einem Krebspatienten ohne Aufsicht eines Arztes das Mittel verabreichten und ihn somit töteten.
Flanagan verteidigte damals eine der beiden Frauen. Er erreichte einen Freispruch.
Ebenso hat der Anwalt bereits Erfahrungen mit Promineten. Vor zwei Jahren vertrat er auch schon Britney Spears.

Seit einigen Wochen behandelt Murray wieder Patienten in der Armstrong-Klinik von Houston in Texas.
Dort arbeitete er als Kardiologe, bevor er im Frühling die Stelle als Jacksons Leibarzt übernahm.
Seine Aufgabe sollte darin bestehen, den Sänger auf die Konzertreihe “This Is It” ab Mitte Juli in London vorzbereiten. Unter Anderem sollte er ihn auch dafür fit halten.

Quelle(n): dpa
Bild(er): (c) Wikipedia
Thumbnail: (c) cattias.photos @ flickr.com

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