Death Race
Regisseur: Paul W.S. Anderson
Drehbuchautoren: Paul W.S. Anderson, Robert Thom, Charles B. Griffith, Ib Melchior
Premierendatum: 21. August 2008 (USA)
Verleih: Universal
Genre: Action | Abenteuer | Sci-Fi | Thriller
mit Jason Statham, Joan Allen, Ian McShane, Tyrese Gibson, Natalie Martinez und anderen
Terminal Island: Die nahe Zukunft.
Seit seinem Mehrfach-Einsatz als „Transporter“ steht Jason Statham wie kaum ein anderer für die bestechende Verbindung aus Autos und Schlagkraft. Frei nach Roger Cormans Kultklassiker aus den 70er Jahren (mit Sylvester Stallone und David Carradine) tritt der britische Star nun im „Death Race“ des neuen Jahrtausends an.
In einer nahen Zukunft ist Death Race ein Sportspektakel in der Cyber-Welt – größer als Nascar, Formel 1 oder der Superbowl. In waffenstarrenden PS-Boliden kämpfen Häftlings-Gladiatoren auf einem mörderischen Rundkurs auf der Gefängnisinsel drei Tage lang um den Sieg, die Freiheit und ihr Überleben. Die Regeln des Rennens könnten einfacher nicht sein: Es gibt keine Regeln.
Als der dreifache Speedway-Champion Jensen Ames (Statham) für den Mord an seiner Frau, den er nicht begangen hat, im Gefängnis landet, stellt ihn die skrupellose Direktorin (Oscargewinnerin Joan Allen) vor eine einfache Wahl: Entweder er fährt und gewinnt das Death Race oder er verrottet in seiner Zelle. Unterstützt von einem Mechaniker-Team und einer heißblütigen Beifahrerin setzt sich Jensen also hinter das Steuer eines gepanzerten 8-Zylinder Mustangs, der neben massig Pferdestärken auch ein Maschinengewehr unter der Haube und Rauch, Öl und Reifennägel als Geheimwaffen mit an Bord hat. In der Todesarena von Terminal Island beginnt ein mörderisches Spiel, bei dem die Feinde nicht nur auf der Rennstrecke lauern.
Mit grimmiger Wucht und aggressiven Rennsequenzen schickt Genrespezialist Paul W. S. Anderson (Resident Evil, Alien vs. Predator) ein neues, atemberaubendes „Death Race“ auf die Kinopiste. Knallharte Actionunterhaltung ohne Umwege.
New York für Anfänger
Originaltitel: How to Lose Friends and Alienate People
Regisseur: Robert B. Weide
Drehbuchautoren: Peter Straughan, Toby Young
Premierendatum: 3. Oktober 2008 (UK)
Verleih: Concorde
Genre: Komödie
mit Simon Pegg, Kirsten Dunst, Jeff Bridges, Gillian Anderson, Danny Huston und anderen
Sidney Young (Simon Pegg) scheitert in London mit seinem eigenen Magazin, träumt aber nach wie vor davon, in die Welt der Celebrities einzutauchen. Da kommt der Anruf von Clayton Harding (Jeff Bridges) gerade recht, der ihn nach New York zum renommierten Magazin Sharps holen will. Dort wird ihm schnell klar, dass seine Art und seine Ideen nicht wirklich Anklang finden. Und auch Kollegin Alison Olsen (Kirsten Dunst) ist nicht wirklich begeistert davon, den blassen Rothaarigen unter ihre Fittiche zu nehmen. Gemeinsam mit dem charmanten und gutaussehenden Redakteur Lawrence Maddox (Danny Huston) wird er in die Welt der New Yorker Celebs eingeführt und stolpert bei dem Versuch, die heiße Newcomerin Sophie Maes (Megan Fox) für sich zu gewinnen von einem Fettnäpfchen ins nächste. Geblendet von ihrem Aussehen, versucht er alles, um sie für sich zu gewinnen. Dabei scheitert er kläglich an der Durchtriebenheit von Maddox und dem Ehrgeiz von Maes Agentin Eleanor Johnson (Gillian Anderson). Einzig Alison Olsen deckt immer wieder seine Fehltritte. Fast zu spät erkennt er, wer wirklich über seine Witze lachen konnte und ihm immer zur Seite stand.
Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
Originaltitel: Faubourgh 36
Regisseur: Christophe Barratier
Drehbuchautoren: Christophe Barratier, Pierre Philippe, Julien Rappeneau
Premierendatum: 6. September 2008 (Frankreich)
Verleih: Constantin
Genre: Drama
mit Clovis Cornillac, Kad Merad, Gérard Jugnot, Pierre Richard, Stéphane Debac und anderen
Mitte der 30er Jahre in Paris. Die Belegschaft des Musiktheaters „Chansonia“, kämpft darum, das geschlossene Haus mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen – allen voran die drei Freunde Pigoil (Gérard Jugnot), Milou (Clovis Cornillac) und Jacky (Kad Merad). Als Pigoil das Sorgerecht von seinem Sohn Jojo (Maxence Perrin) entzogen wird, bricht für den arbeitslosen Bühnenarbeiter eine Welt zusammen. Die Show muss zum Erfolg werden, denn nur so hat er eine Chance, seinen Sohn zurückzubekommen. Mit der jungen Sängerin Douce (Nora Arnezeder) finden sie einen echten Star – doch auf Douce hat nicht nur Milou, sondern auch Galapiat, der Obergangster des Viertels, ein Auge geworfen. Nach einem anfänglichen Reinfall holen sich Douce und die Männer des „Chansonia“ Hilfe vom legendären Monsieur Radio (Pierre Richard), einem ehemaligen Starkomponisten. Mit seiner Hilfe stellen sie eine Show auf die Beine, wie sie Paris noch nie gesehen hat!
Caótica Ana
Regisseur: Julio Medem
Drehbuchautor: Julio Medem
Premierendatum: 24. August 2007 (Spanien)
Verleih: Prokino (Filmwelt)
Genre: Komödie | Drama | Romanze
mit Manuela Velles, Charlotte Rampling, Bebe, Asier Newman, Nicolas Cazalé und anderen
Die junge Malerin Ana (Manuela Vellés) verlässt das Idyll auf ihrer Heimatinsel Ibiza und ihren Vater Klaus (Matthias Habich), um sich von der Mäzenin Justine (Charlotte Rampling) in deren Madrider Künstlergemeinschaft fördern zu lassen. Im ungewohnten Chaos der Großstadt lässt sie ihrer Entwicklung freien Lauf, erlebt ihre erste Liebe und die erste intensive Trennung. Die Suche nach dem verlorenen Geliebten Said (Nicolas Cazalé) führt Ana zu sich selbst, ihrem früheren Leben und ihrer schicksalhaften Bestimmung.
Caótica Ana erzählt von einer intensiven und sinnlichen Reise und ist eine Liebeserklärung an die Frauen – an ihren Mut und ihre Stärke. Zugleich eine Hommage an das Leben und die Liebe.
Es ist eine freie Welt
Originaltitel: It’s a Free World
Regisseur: Ken Loach
Drehbuchautor: Paul Laverty
Premierendatum: 1. September 2007 (UK | Italien | Deutschland | Spanien | Polen)
Verleih: Neue Visionen
Genre: Drama
mit Kierston Wareing, Juliet Ellis, Leslaw Zurek, Joe Siffleet, Colin Caughlin und anderen
Mit emotionaler Wucht erzählt Ken Loachs neuester Film, „It’s a Free World“, eine berührende Geschichte von Soll und Haben, die so hochaktuell wie zeitlos ist.
Angie ist eine Individualistin und steht mitten im Leben. Taff, schlagfertig, attraktiv und selbstbewusst lebt in ihr der Unternehmergeist einer liberalen Wirtschaftswelt. Als sie ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, lässt sie sich nicht beirren und beschließt, ihre eigene Agentur auf die Beine zu stellen. Sie steigt ein ins Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa. Doch hier ist das Geschäftsklima rau, sind Gesetze nur zum Übertreten da. Zusammen mit ihrer Freundin Rose verschafft sie legalen und illegalen Einwanderern Arbeit – wenn auch nur für einen Tag. Doch der Erfolg macht hungrig und Angie ist bereit, für den nahenden Durchbruch alles aufs Spiel zu setzen. Sie verliebt sich in Karol aus Polen und gerät unversehens zwischen die Fronten aus Wirtschaftsbossen, Menschenhändlern und aufbegehrende Arbeitern. Als sich eines Tages ein Unternehmen in Luft auflöst, muss Angie einer aufgebrachten Masse Rede und Antwort stehen. Doch sie ist entschlossen, diesmal nicht leer auszugehen: Für ihr Glück ist sie bereit, alles zu tun und riskiert dabei das eigene Leben und das ihres Kindes.
Kaum einem Regisseur gelingt es zurzeit so konsequent, in seinen Geschichten die Strukturen einer Welt offenzulegen, in der Verantwortung und Solidarität verschwunden sind. Packend und eindringlich erzählt Ken Loach ein hervorragend besetztes Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte.
Pazar – Der Markt
Originaltitel: Pazar – Bir ticaret masali
Regisseur: Ben Hopkins
Drehbuchautor: Ben Hopkins
Premierendatum: 13. August 2008 (Deutschland | Türkei | UK | Kasachstan)
Verleih: Piffl
Genre: Drama
mit Genco Erkal, Senay Aydin, Rojîn Ulker, Tayanç Ayaydin, Hakan Sahin
Anfang der 90er Jahre, im Osten der Türkei. Die Telefongesellschaft ist dabei, die Funkmasten für das Mobilfunknetz aufzustellen, und Mihram, Händler mit Leib und Seele, wittert das große Geschäft. Doch wie immer fehlt ihm das nötige Kapital, um seine Idee zu verwirklichen: die Handy-Verkaufslizenz ist teuer. Als ihn eines Tages die Ärztin des örtlichen Krankenhauses beauftragt, einen wichtigen Impfstoff zu besorgen, erkennt Mihram seine Chance: Warum nicht mit dem Krankenhaus-Geld zuvor noch ein einträgliches Geschäft machen? Doch Mihram hat zwei Dinge nicht bedacht: Die lokale Mafia und die undurchdringlichen Gesetze des Marktes.
Mit Herz, Witz und Verstand erzählt Ben Hokins die Geschichte vom kleinen Händler, der auszieht, das große Geschäft zu machen. Getragen vom großartigen Schauspielerensemble, schlägt PAZAR – DER MARKT in seiner behutsamen Inszenierung, wunderbaren Bildern (Kamera: Konstantin Kröning) und perfektem Rhythmus (Montage: Alan Levy) den Bogen von den orientalischen Händlern uralter Erzählungen über Mutter Courage bis hin zur Globalisierung heutiger Tage: Ein berührend menschliche Erzählung aus kaum vergangener Zeit.
Der Weg nach Mekka – Die Reise des Muhammad Asad (2008)
Regisseur: Georg Misch
Drehbuchautoren: Georg Misch, Miriam Ali de Unzaga
Premierendatum: 2. April 2008 (Österreich)
Verleih: mindjazz pictures (Arsenal)
Genre: Dokumentation
In den 1920er Jahren besucht der österreichische Jude Leopold Weiss Palästina und tritt wenige Jahre später zum Islam über. Er nimmt den Namen Muhammad Asad an und reist, fasziniert von der Spiritualität dieser Religion, auf einem Kamel durch die Wüste nach Mekka. Er studiert den Koran und lebt als Berater am Hof des Saudischen Königs. Nachdem er sich mit den Arabern überwirft, reist er nach Indien, wo er sich der Bewegung zur Gründung des pakistanischen Staats anschließt. Die Verfassung Pakistans stammt zum Teil aus seiner Feder, und er vertritt den jungen Staat bei den Vereinten Nationen in New York. Und damit ist Muhammad Asad noch lange nicht am Ende seines Weges angekommen. Noch heute gilt Muhammad Asad als einer der bedeutendsten islamischen Autoren seiner Zeit und seine Koran-Übersetzung als richtungsweisend.
Heinz und Fred
Regisseur: Mario Schneider
Drehbuchautor: Mario Schneider
Premierendatum: 30. Oktober 2007 (Deutschland)
Verleih: 42film
Genre: Dokumentation
mit Klaus Foth als Sprecher
Heinz und Fred, Vater (70) und Sohn (25), leben unter einem Dach im kleinen Ahlsdorf, mitten in Deutschland. Sie sind unzertrennlich und bewohnen ein riesiges Reich aus Stahl und Schrott, gleich einem Märchenland weit ab von der Zivilisation. Hunderte von uralten und kauptten Maschinen haben sie restauriert. Betritt man ihr Reich und wird von ihnen durch die vielen kleinen und großen Schuppen geführt, kommt man sich vor wie auf einem riesigen Schrottplatz. Traktoren, Kräne, Bagger, Flugzeuge, Schiffe. Überall liegen die Zeichen vergangener Arbeit.
Doch in allen Einzelheiten schlummern neue Ideen, neue Aufgaben. Heinz und Fred erwecken die Schrauben, die Kabel, die Bleche zu neuem Leben. Sie arbeiten ohne Auftrag und ohne Absicht der Verwendung. Sie stehen jeden Morgen um sechs gemeinsam auf uhnd gehen abends, nach einem Tag harter Arbeit früh zu Bett. Es gibt viel zu tun.
Wonderful Town
Regisseur: Aditya Assarat
Drehbuchautor: Aditya Assarat
Premierendatum: 8. Oktober 2007 (Thailand)
Verleih: Freunde d. dt. Kinemathek (Arsenal)
Genre: Drama
mit Anchalee Saisoontorn, Supphasit Kansen, Dul Yaambunying
Takua Pa ist eine kleine Stadt im Süden Thailands. Seit dem Tsunami haben die Menschen, die hier leben, ihre Arbeitsplätze verloren. Junge Leute fahren auf ihren Motorrädern umher, alte Menschen erinnern sich an bessere Zeiten. eines Tages kommt ein Fremder in die Stadt. Ton ist Architekt. Ernimmt sich ein Zimmer in einem kleinen Hotel, das Na gehört. Die beiden beginnen eine heimliche Affäre miteinander. Bald wird über sie geredet. Die Stadt hat ihren Feind gefunden. Von Anfang an strahlt der Film eine geheimnisvolle Aura aus, die ein herannahendes Unglück ganz subtil spüren lässt.
Wonderful Town, eine elegante Kombination aus Romanze und sozialem Realismus, spielt in einem thailändischen Dorf, das vom großen Tsunami des Jahres 2004 heimgesucht wurde. Der Film beschäftigt sich einfühlsam mit den Gedanken und Gefühlen der dort lebenden Menschen, die mühsam neue Kräfte sammeln müssen, nachdem die materielle Verwüstung längst beseitigt ist.
East/West – Sex & Politics
Regisseur: Jochen Hick
Drehbuchautor: Jochen Hick
Premierendatum: 27. November 2008 (Deutschland)
Verleih: Galeria Alaska
Genre: Dokumentation
mit Nicolai Alekseev, Volker Beck, Evgenia Debrianskaya, Sergei Golovach, Peter Tatchell
16 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion befindet sich Russland mit seiner Hauptstadt und Megapolis Moskau auf einer rasanten Fahrt in den Kapitalismus. „Russia is a country of business. We make money!“ – sagt ein bekannter DJ.
Dies bedeutet Geld, Schönheit, Prunk, Erdöl und Gas, nicht aber Demokratie und Menschenrechte. Die westliche Perspektive beurteilt den Stand einer Demokratie gern am Umgang einer Bevölkerung mit ihren Minderheiten.
East/West gibt Einblick in das Verhältnis der Moskauer Mehrheitsbevölkerung und ihrer lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Bevölkerung 15 Jahre nach Abschaffung des Art. 121, der einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte.
Quelle(n): Universal, Concorde, Prokino, Neue Visionen, Piffl, mindjazz pictures, 42film, Arsenal, Galeria Alaska









