Im Kampf gegen die Piraten vor der Küste Somalias versenkte die indische Marine vergangene Woche ein Schiff. Wie sich jetzt herausstellte, schickten die Soldaten den falschen Kahn auf den Meeresboden.
Die indische Fregatte “Tabar” verwechselte ein Schiff der Piraten mit einem gekaperten Boot, so das Internationale Meeresbüro (IMB) in Kuala Lumpur am Mittwoch mit. Das mit Fischereiartikeln beladene Schiff aus Thailand geriet in dem Moment unter Beschuss, als bewaffnete Piraten das Schiff enterten. Die indische Marine hielt das Boot nach eigenen Angaben für ein Piratenschiff und fühlte sich von diesem bedroht. Daher eröffnete die Fregatte das Feuer, sagte ein Marinesprecher.
Der EU-Einsatz “Atalanta” gegen die Piraten soll am 8. Dezember beginnen. Das Bundeskabinett will die Beteiligung der Bundeswehr mit einer Fregatte entweder am 3. oder am 10. Dezember beschließen. Um weitere Überfälle am Horn von Afrika effektiv zu unterbinden, wäre nach Einschätzung der Bundeswehr eine Flotte von 500 Kriegsschiffen nötig, berichtete die “Berliner Zeitung” in ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Die US-Marine, die mit Abstand größte Flotte der Welt, verfügt über etwa 280 Kriegsschiffe.
Quelle(n): Reuters
Bild(er): (c) Nichalp @ Wikipedia, lafrancevi @ flickr.com
Thumbnail: (c) David Baker









