Cannabissüchtige Menschen im Alter von 17 bis 30 Jahren leiden einer Studie zufolge oft an mehreren Persönlichkeitsstörungen gleichzeitig. Dabei unterscheidet sich häufig das Krankheitsbild von Männern und Frauen.
Dies berichtet die Fachzeitschrift Fortschritte der Neurologie Psychiatrie. Forscher des Evangelischen Krankenhauses Bethanien in Greifswald haben dem Bericht zufolge herausgefunden, dass junge Männer dann eher antisoziale oder so genannte Borderline-Persönlichkeitsstörungen aufweisen, süchtige Frauen dagegen oft depressive und so genannte selbstunsichere Züge.
Von den untersuchten 99 Cannabis-Abhängigen zeigten 90 Prozent eine antisoziale Persönlichkeitsstörung: Die Betroffenen missachten soziale Regeln, empfinden wenig oder kein Mitgefühl für andere Menschen und sind unfähig, ihr Verhalten trotz negativer Erfahrung zu ändern. Mehr als jeder dritte Teilnehmer in der Studie wies drei Persönlichkeitsstörungen und mehr auf. Unklar ist den Angaben zufolge noch, ob die Sucht diese Störungen auslöse oder die Anhängigen infolge ihrer Persönlichkeitsstärung Cannabis konsumieren.
Quelle(n): Fortschritte der Neurologie Psychiatrie
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