Michael Hirte — Das Supertalent 2008

Verfasst von vor 3 Jahre, 5 Monatn am 1. Dezember 2008 und abgelegt unter TV, Unterhaltung. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Von der Fußgängerzone auf die große Bühne: Mundharmonika-Spieler Michael Hirte aus Karzow ist das “Supertalent 2008″. Sein Schicksal und seine Musik rührten Millionen Zuschauer, die den Hartz IV Empfänger im Finale am Samstagabend der RTL-Show “Das Supertalent” zum Sieger kürten.

Zehn Talente kämpften im Finale um den Titel “Das Supertalent” und die Siegesprämie von 100. 000 Euro: Die Sängerin Yosefin Buohler aus Königswinter in Nordrhein-Westfalen, der Hip-Hopper Marcel Pietruch aus Bremerhaven, Trapezkünstler Christoph Haese aus Berlin, Derwischtänzer Shinouda Ayad aus Kiel in Schleswig-Holstein die Sängerin Vanessa Krasniqi aus Iserlohn, Jongleur Kelvin Kalvus aus Dresden, Geigenspieler Lukas Wecker aus Kiel, der Sänger Carlos Fassanelli aus Bayreuth in Bayern, der Sänger Duri Krasniqi aus Spittal in Österreich und der Mann mit der Mundharmonika – Michael Hirte aus Karzow.

Als er sein “Ave Maria” zum Besten gab, erhielt er Standing Ovations vom Studiopublikum und der Jury. Dieter Bohlen meinte zu ihm: “Du schenkst den Leuten so viel, ich denke keiner hat es so verdient wie du, hier zu gewinnen.” Und so kam es, dass kurz nach Mitternacht die Entscheidung auf Michael Hirte fiel. Er gewann die zweite Staffel der Talent-Show und erhielt die Siegesprämie von 100 000 Euro. “Ein Riesentraum geht in Erfüllung. Es ist überwältigend, unfassbar!”, so der 44-Jährige.

In der Spitze verfolgten 7,6 Millionen das Finale der Show. Im Durchschnitt sahen 6,10 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre zu. In der Zielgruppe der 14-49-Jährigen betrug der Marktanteil hervorragende 30,4 Prozent!

Quelle(n): RTL
Bild(er): (c) Stefan Gregorowius
Thumbnail: (c) Friese

1 Antwortet zu “Michael Hirte — Das Supertalent 2008”

  1. Paik sagt:

    …hehe. Wem man weis machen kann, dass Telefonabstimmungen Wahlen bei einem privaten TV-Giganten beeinflussen, dem kann man bestimmt auch klarmachen, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. RTL wird nicht umsonst Millionen Euronen monatlich in die GfK investieren. Um im Gegenzug unter anderem die minutengenaue Erfassung der Einschaltquoten des Vortages zu bekommen. Was meint ihr, wie es bei der der nächsten Aktionärsversammlung in Luxemburg im Karton rappeln würde (also hinter verschlossenen Türen), wenn die Produzenten der Sendung den Bertelsmännern erklären müssten, dass sie statt dem Produkt mit der grössten Verweildauer und Emotionalität, einem “Supertalent” Vorrang gegeben haben, welches laut Telefonvoting Gewinner sein müsste. …und so etwas, nach den ganzen Mühen, den “Paul Potts”-Charakter zu schaffen.

    Ihr könnt ja mal raten, bei welcher Plattenfirma die CD von Michael Hirte erscheinen wird. Ach, die Scheibe mit den herrlich schnulzig triefenden Melodien wird auch zufällig so gut in die Weihnachtszeit (und auf den Gabentisch) passen und crossmedial verwurstbar wäre sie auch so prima. Schade, eigentlich hätte mich ja mehr interessiert, wie Bertelsmann wohl eine Akrobaten-Nummer weiter vermarktet hätte… Naja, aber vielleicht habe ich auch unrecht, und das Telefonvoting ist nicht nur zum Refinanzieren des Studios und der Gehälter oder eine 1a Zusatzgeldquelle, um die “Michael Hirte”-Vermarktungskampagne optimal im Weihnachtsgeschäft zu positionieren. Und bestimmt stand auch nicht schon seit ein paar Tagen fest, dass dieser rührselige Hirte das Rennen machen wird. Ich irre mich bestimmt. In Wirklichkeit läuft wahrscheinlich alles – wie in jedem anderen Sender oder Medium – ganz ganz ehrlich ohne Schummelei ab.

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