Die Lage in Port-au-Prince eskaliert. In den Straßen prügeln sich die Menschen um Nahrung und Wasser. Bewaffnete Banden schießen auf Einheimische und Retter sowie Journalisten.
Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben ist die Stadt von Gewalt umringt. Aus Hunger und nackter Überlebensangst kämpfen die Menschen ums Essen. Mit bloßen Fäusten schlagen sie aufeinander ein. Überall kommt es zu Plünderungen. Die wenigen Polizisten sind völlig machtlos.
Mindestens eine viertelmillion Menschen wurde nach Hochrechnungen der UNO bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt. 1,5 Millionen Menschen sind nun Obdachlos. Nach einem Treffen zwischen den Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen beschloss man, außerhalb der Stadt Flüchtlingslager zu errichten. Schließlich sind die Gebäude in Port-au-Prince zu mehr als 60 Prozent zerstört oder schwer beschädigt. Menschen, die bis jetzt auf Plätzen und in Parks
kampierten, sollen dort hingehen.
Offiziell wurden bislang 70.000 Leichen aus den Trümmern geborgen. Wie viele Leichen noch darunter liegen, ist ungewiss. Schätzungen gehen von mindestens 200.000 Toten aus.
Quelle(n): bild.de
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