Ein Haus kann man am Reißbrett entwerfen. Einen Hit allerdings nicht.
Das weiß auch Jürgen Drews. Vergangenes Jahr gelang ihm allerdings Beides. In seinem Fall hat sogar das Eine noch etwas mit dem Anderen zu tun.
Gerade begannen nämlich die Arbeiten am neuen Eigenheim auf seinem Grundstück im münsterländischen Dülmen, da bot man ihm einen Musiktitel zur Aufnahme an. Dieser begeisterte ihn auch sofort. Dazu erklärte er, dass einfach alles in sich stimmig war und zu ihm passte.
Genau darauf wartete er.
Eine Melodie, mit einem Refrain und einem Beat verbunden, welche einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Damit steht und fällt in seinem Beruf alles, verrät der Musiker. Schließlich muss er es ja wissen. Er ist ja auch der Mann, der seit Jahrzehnten eine feste Größe im deutschen Musikbetrieb ist.
Mit dieser Erklärung meint Jürgen natürlich seine Top-Ten-Single “Ich bau Dir ein Schloß”, die eine Liebeserklärung an seine Frau Ramona sein soll.
Gleichzeitig eroberte er mit ihr aber auch wieder die Chart´s. Zudem landete er damit, nach “Ein Bett im Kornfeld” von 1976 sowie “Barfuß durch den Sommer” von 1977, im Oktober 2009 nach 32 Jahren auf Anhieb in den Top-Ten.
Drews´ Philosophie lautet nämlich, dass es nicht darum geht, wie teuer oder groß etwas ist. Seiner Meinung nach geht es um die Geste wie auch um die kleinen Zeichen der Liebe und Wertschätzung. Es geht um das Schenken an sich.
Diese Philosophie blitzt auch an allen Ecken und Enden in seinem neuen Album “Schlossallee” wieder auf, welches am 05. Februar 2010 veröffentlicht wird.
Damit machte er nun sein Versprechen wahr, all den DJ´s Nachschub zu liefern, die sich schon seit geraumer Zeit endlich mal wieder so richtig eingängige und moderne Discofox-Schlager von ihm wünschten.
Jetzt bekommen sie genau das, was sie wollten. Eine CD mit 14 Track´s zum Durchtanzen. Diese produzierte Drews überwiegend selbst. Zu einem guten Teil sind sie auch selber von ihm geschrieben.
Nach seinem vorerst letzten Schlager-Hit mit Pop-Appeal “Irgendwann, irgendwo, irgend-wie” von 1989, verlegte er sich mehr und mehr auf Partymusik zum Abfeiern. Allerdings ist das sowohl rythmisch als auch in der Ausdrucksweise eben doch wieder etwas ganz anderes.
Der Kurswechsel zurück ins Pop-Schlager-Fach bedeutet jedoch keineswegs die Planung, dass sich der ehemalige Les Humphries-Singer kurz-oder mittelfristig als Zeremonienmeister öffentlicher Party´s im großen Stil zurückzieht.
Eher ganz im Gegenteil.
Der Entertainer verrät, dass er bis heute noch keine Sekunde bedauerte, seitdem er von Thomas Gottschalk vor mehr als zehn Jahren die Krone aufgesetzt bekam.
Deshalb will er auch zukünftig weiterhin als “König von Mallorca” in der MEGA-Arena in Palma, seinem “Balearen-Schloss”, das Zepter schwingen. Zumindest in der Urlaubssaison.
Er erweitert ja schließlich nur sein Programm.
Dabei ist doch jetzt schon klar, dass ihn die Fan´s niemals mehr ohne das “Schloss” von der Bühne lassen werden.
Drews erzählt außerdem, dass er privat eher zurückhaltend ist. Als Sänger und Musiker macht es ihm aber nach wie vor unheimlichen Spaß, mit all den jungen Leuten diese Riesenparty´s zu feiern. Das freut ihn besonders.
Weiter erläutert er, dass er aber auch selbst oft staunen muss. Seine eigene Generation macht heutzutage höchstens noch ein Viertel seines Publikum´s aus. Eigentlich ist aber auch nicht das Alter, sondern die Einstellung entscheidend.
“Der König” raucht nämlich nicht und trinkt auch keinen Alkohol. Außerdem denkt er niemals ans Aufhören.
Schließlich möchte er doch irgendwann der “Party-Heesters´” werden.
Als kleine Anmerkung dazu sei noch gesagt, dass man es ihm aufgrund seines blendenden Aussehens vielleicht kaum abnehmen mag, aber Jürgen Drews feiert am 02. April 2010 seinen 65. Geburtstag.
Quelle(n): Antonia Kubas / MCS – MARKETING & COMMUNICATION SERVICES
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