Google baut auf “Mobile first”

Verfasst von vor 1 Jahr, 11 Monatn am 17. Februar 2010 und abgelegt unter Netzwelt. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Der Suchmaschinenanbieter Google besitzt keine Ambitionen, eigene Netze zu bauen.
Man investiert nicht im großen Stil in Infrastruktur. Außerdem wird Google nicht in diesem Geschäft tätig sein. Dies teilte CEO Erich Schmidt am Dienstagabend auf der Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona mit.

Googles kürzlich bekannt gegebenes „Glasfaser-Projekt“ löste Spekulationen aus, dass der Konzern eine eigene Netzinfrastruktur aufbaut.  Schmidt bezeichnete die Glasfaser-Versuche allerdings als reines Demonstrations- und Forschungsprojekt.

Google benötigt jedoch leistungsfähige Netze, fügte Schmidt hinzu. Deren Aufbau und Weiterentwicklung überlässt der Konzern allerdings den Netzbetreibern. Dabei trat Schmidt auch dem Verdacht entgegen, dass Google versucht, das Inhaltsgeschäft zu dominieren. Der Suchmaschinenanbieter braucht hoch entwickelte Netzte, so Schmidt. Das ist die Expertise der Netzbetreiber. Es geht lediglich darum, dass Carrier allen Inhalteanbietern die gleichen Konditionen bieten muss.

Eine besondere Rolle spielen für Google dabei allerdings die Mobilfunker. Die Branche ist an einem wichtigen Punkt angekommen, erläuterte der CEO. An ihm laufen drei Entwicklungsströme zusammen. Prozessoren liefern genug Rechenleitung und schnelle Netze erlauben dauerhafte Konnektivität. Zudem schafft die Cloud das nötige Rückgrat für mobile Dienste. Damit werden die Spielregeln neu definiert, meint Schmidt. Auch für Google gilt deshalb die Devise „Mobile first“. Angesichts der wachsenden Verkaufszahlen erwartet man, dass etwa im Jahr 2013 erstmals mehr Smartphones als PCs gekauft werden. Schmidt sprach deshalb von einem „fundamentalen Wandel“.

Quelle(n): heise.de
Bild(er): (c) wikipedia
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