Laut Todesanzeige der Familie verstarb Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein bereits schon am vergangenen Sonntag im Alter von 93 Jahren.
Dies bestätigte der CDU-Landesverband in Wiesbaden.
Von 1976 bis 1998 war Wittgenstein der langjährige Schatzmeister des Hessener CDU-Landesverbandes.
Ende der 90er Jahre war er in die CDU-Schwarzgeld-Affäre verstrickt und wurde dadurch auch bekannt.
Für seine Rolle in der Schwarzgeld-Affäre verurteilte man ihn jedoch nie.
Damals löste die Schwarzgeld-Affäre einen politischen Skandal in der Bundesrepublik aus. In dessen Folge gelangte auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Spitze der CDU.
Ende 1983 bis Anfang 2000 flossen aus einer illegalen Parteikasse in der Schweiz Millionenbeträge zurück nach Deutschland. Diese Beträge waren unter Anderem als angebliche jüdische Vermächtnisse getarnt und wurden von der CDU auch in Wahlkämpfen eingesetzt.
Wittgenstein wurde zusammen mit dem früheren Bundesinnenminister Manfred Kanther von der CDU und dem ehemaligen Unions-Finanzberater Horst Weyrauch angeklagt.
2004 saß Sayn-Wittgenstein dann auf der Anklagebank des Wiesbadener Landgericht´s.
Das Landgericht Wiesbaden setzte jedoch zunächst das Verfahren gegen ihn aus gesundheitlichen Gründen aus. 2005 wurde es dann ganz eingestellt.
Kanther und Weyrauch verurteilte man im Jahr 2007 allerdings zu fünfstelligen Geldstrafen.
Die CDU kostete diese Schwarzgeld-Affäre rund 21 Millionen Euro staatliche Zuschüsse.
Quelle: (c) n-tv.de
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