Bei einer Anschlagserie islamistischer Selbstmordattentäter auf mehrere Hotels in Kabul wurden mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 30 Menschen verletzt.
Unter den Toten und Verletzten befinden sich nach Polizeiangaben auch mehrere Ausländer. Das Außenministerium in Paris bestätigte, dass auch ein Franzose bei dem Anschlag ums Leben kam. Das Auswärtige Amt in Berlin hat bisher allerdings keine Hinweise über deutsche Opfer.
Ziel der Anschläge waren Hotels, die des öfteren von indischen Botschaftsmitarbeitern und Ausländern genutzt werden. Darunter auch das bei Ausländern sehr beliebte Sari Landmark Hotel. In unmittelbarer Nähe des Komplex liegt außerdem ein indisches Gästehaus. Das Innenministerium ist aber auch nur wenige hundert Meter entfernt.
Die Attentäter zündeten ihre Sprengsätze kurz vor dem Morgengrauen vor den Hotels im Stadtzentrum, wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums mitteilte. Afghanistans Präsident Hamid Karsai verurteilte die Selbstmordanschläge. Zugleich versicherte er jedoch, dass der Terrorakt die Beziehungen zwischen Indien und Afghanistan nicht belastet.
Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid bekannte sich zu dem Angriff. Er erklärte, fünf Selbstmordattentäter attackierten ein von Ausländern genutztes Hotel. Zwei sprengten sich dabei selbst in die Luft und drei weitere lieferten sich Gefechte mit Sicherheitskräften.
Zuletzt waren Taliban-Kämpfer Mitte Januar ins Zentrum von Kabul eingedrungen und attackierten Regierungsgebäude und Einkaufszentren sowie ein Luxushotel. Sie töteten dabei fünf Menschen und fast 80 weiter wurden verletzt.
Quelle(n): dw-world.de
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