Der preisgekrönte iranische Filmemacher Dschafar Panahi wurde nach Angaben seines Sohnes in seinem Haus in Teheran festgenommen.
In Zivil gekleidete Männer führten seinen Vater und dessen Frau und Tochter sowie etwa 15 Gäste aus dem Haus des Regisseurs ab. Anschließend brachte man sie an einen unbekannten Ort, berichtete der Sohn Panahis auf der Oppositionswebseite Rahesabs. Zudem beschlagnahmte man den Computer und sämtliche persönlichen Gegenstände des Filmemachers.
Seit sich Panahi beim Filmfestival von Montreal im vergangenen Sommer öffentlich hinter die iranische Opposition stellte, darf er nicht mehr aus dem Iran ausreisen. Aus diesem Grund konnte Dschafar Panahi auch nicht der Einladung zur Berlinale im Februar nachkommen.
Panahi gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Regisseure im Iran. 1995 gewann er beispielsweise mit „Der weiße Ballon“ die
Goldene Kamera in Cannes.
In seinen Filmen thematisiert er Tabus wie die Armut und die Rechte der Frauen. Aufgrund dessen unterliegt aber auch beispielsweise sein Film „Der Kreis“ vom Jahr 2000 bis heute im Iran einem Aufführungsverbot. In diesem Film setzt sich Panahi mit dem Thema Prostitution auseinander.
Quelle(n): welt.de
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