Die Bußpredigt beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg verursachte einen Eklat.
Die deutsche Polizeigewerkschaft und der Zentralrat der Juden protestierten mit scharfen Vorwürfen gegen die satirische Ansprache des Schauspieler´s Michael Lerchenberg.
In der Rolle des “Bruder Barnabas” verhöhnte Lerchenberg nämlich FDP-Chef Guido Westerwelle mit einem KZ-Vergleich. “Alle Hartz-IV-Empfänger versammelt er in den leeren und verblühten
Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge. Drum herum ein großer Zaun.” Über dem Eingangstor steht dann in großen eisernen Lettern, dass sich Leistung wieder lohnen muß, so Lerchenberg.
Zudem verspottete der Schauspieler noch die bayerische Polizei.
Lerchenberg setzte die tödlichen Schüsse auf einen Regensburger Studenten mit dem Erschießen des Wilderer´s Jennerwein aus dem Hinterhalt im 19. Jahrhundert gleich.
Dazu kündigte Westerwelle deshalb gestern an, dass er nicht mehr auf den Nockherberg eingeladen werden will.
Quelle(n): WELT ONLINE
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Das Land könnte mehr Leute gebrauchen wie Herrn Lerchenberg oder Herrn Sarrazin, die sagen, was Sache ist und deren größte Sorge nicht darin besteht, nirgendwo anzuecken. Satirische Überhöhung gehört zur Freiheit der Kunstschaffenden!
Tja, vielleicht war der Beitrag “Westerwelle Hartz4″ etwas heftig, das mag schon sein, ich war auch im Moment erschrocken. Nun war aber die ganze Veranstaltung eine einzige Abrechnung mit unseren Politikern. Im Singspiel ist Herr Westerwelle dann doch noch eher lächerlich gemacht worden. So hätte man eigentlich die ganze Veranstaltung nicht mehr wiederholen dürfen. Das ist das eigentlich schlimme, der bayerische Staat greift wieder ein und zensiert, ich durfte das vor Jahrzehnten anläßlich einer Politsatire schon einmal erleben. Für mich hat sich auf jeden Fall das Thema Nockberg in Zukunft erledigt, denn irgendwer ist doch immer betroffen.
Vielleicht hätte Herrn Lerchenberg bewußt sein müssen, dass direkte KZ-Vergleiche nie gut ankommen. Aber er wollte das ewige Versagen in der deutschen Arbeitsmarktpolitik, deutlich machen. Weil alle andere Versuche ja bis jetzt gescheitert sind u. ungehört bleiben. Da suchte er nach einem Vergleich, wie er drastischern nicht sein konnte. Jetzt hat er einen Gegenpol zu Westerwelle geschaffen. Mit dem Unterschied, dass er gehen muss und Westerwelle weiter bleiben darf, ob wohl er sich durch die größeren Unverschämtheiten gegenüber Hartz4 Empfängern erlaubt hat, als Lerchenberg mit dem verunglückten Holocaust Vergleich.
Ja.Ja. Wer sich nicht alles aufregt wenn mal was gesagt wird. Die Polizei oder deren Gewerkschaft, die gute Frau Knobloch, der Herr Westerwelle. Es ist ein Jammer. Austeilen – zum einen die Polizei wenn´s um Neonazibegleitung geht, da hat man schnell deinen Ellebogen zwischen den Zähnen – sadummer Vergleich – schon wieder. Der Herr Westerwelle, der den subtilen Vergleich von Lerchenberg gar nicht verstanden hat, weil er nur austeilen, aber nicht nachdenken kann – von einstecken ganz zu schweigen; Frau Knobloch lassen wir mal aussen vor, sie ist immer betroffen und entrüstet.
Bayern ist bekannt für´s Da´bleggn, dies ist auch Bestandteil einer langgepflegten hiesigen Kultur. Manch einer würde sich wünschen, solch einer Kultur anzugehören……Man muß nur die mißmutigen Gesichter derer ansehen, die diesem Kulturkreis nicht angehören.
Kurz gesagt: Wir können großzügig auf solche Personen sowie Räte verzichten, steckt doch hinter dem Da´bleggn doch ein wenig Wahrheit. Und Mund und Tradition sollten nicht darunter leiden.
Solche Personen bzw. Kreise sollten sich schämen, mit Drohgebärden Kultur zu unterbinden. Anders gesagt, man braucht Euch nicht.
Wer sich vom Rednerpult theatralisch seinen Anhängern zuwendet mit den Worten: ” Vor Ihnen steht die Freiheitsstatue der Nation” oder ” Wenn man in Sturm und Wellen segelt braucht es einen der das regelt UND DER BIN ICH!! “,
der sollte sich nicht wundern wenn ihm dann gewisse narzistische Neigungen nachgesagt werden. Natürlich war es ein recht heftiger Ausrutscher von “Bruder Barnabas” aber daraus mit einen Staatsakt zu kreieren ist weitaus größer überzogen.
Außerdem finde ich dass die Statue immer noch im erstarrten Zustand ist und es langsam, im Interesse des Landes, an der Zeit ist Ihr Leben einzuhauchen. Schließlich gibt es für einen Außenminister weitaus wichtigeres zu tun als die beleidigte Leberwurst zu spielen.