Familie Merckle ist Eigentümer von Ratiopharm.
Jetzt muss sie jedoch den Hersteller von Nachahmer-Medikamenten verkaufen, um die in der Finanzkrise angehäuften Schulden zu tilgen.
Familie Merckle und eine Gruppe von Banken einigten sich deshalb auf den Verkauf von Ratiopharm, um die Finanzlage der Merckle-Gruppe zu stabilisieren.
Der Ulmer Arzneimittelhersteller wird daher jetzt an den israelischen Pharmakonzern Teva verkauft.
Der Konzern teilte mit, dass Teva dafür 3,625 Milliarden Euro bezahlt.
Damit schlug die israelische Firma zwei andere Interessenten aus dem Rennen. Darunter den US-Pharmakonzern Pfizer und das isländische Arzneimittelunternehmen Actavis.
Teva-Chef Shlomo Yanai erklärte, dass Ratiopharm für Teva eine ideale Plattform zum Ausbau ihrer Führungsposition auf europäischen Schlüsselmärkten bietet.
Allen voran natürlich Deutschland, aber auch auf wachstumsstarken Märkten wie Spanien und Italien oder auch Frankreich.
Anfang Januar vergangenen Jahres beging der Pharma-Milliardär Adolf Merckle nahe seines Wohnort´s Blaubeuren Selbstmord. In der Nähe von Ulm ließ er sich daher von einem Zug überfahren.
Der Unternehmer geriet in Bedrängnis, weil einige seiner Firmen hoch verschuldet sind. Im Zuge der Finanzkrise verloren sie dann auch noch an Wert.
Außerdem verspekulierte er sich mit VW-Aktien.
Medienberichten zufolge verlor er damit bis zu einer Milliarde Euro.
Quelle(n): AFP
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