Herbe Rüge für Thierse

Verfasst von vor 1 Jahr, 9 Monatn am 4. Mai 2010 und abgelegt unter Politik Inland. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Für seine Teilnahme an einer Anti-NPD-Sitzblockade am Samstag in Berlin wurde Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse von der SPD nun auch von seinen Parteikollegen kritisiert.
Sogar mit einem juristischen Nachspiel muss er jetzt rechnen.

Dazu erklärte die Berliner Staatsanwaltschaft, dass nun geprüft wird, ob sich Thierse deswegen eventuell etwa wegen Nötigung strafbar machte.
Berlin´s Innensenator Erhart Körting von der SPD machte desweiteren deutlich, dass er die Teilnahme von rund 20 Gegendemonstranten für einen nicht berechtigten Akt demokratischen Widerstand´s hält. Unter den Gegendemonstranten befanden sich noch einige andere Berliner Politiker wie eben auch Wolfgang Thierse.
Gegenüber “Bild.de” kritisierte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von der CDU, dass Thierse sich ernsthaft fragen sollte, ob er mit seiner Sitzblockade nun eher den Neonazis oder der demokratischen Rechtsordnung schadete.
Vertreter der Polizei warfen Thierse Rechtsbruch vor. Weiter kritisierten sie, dass er den Einsatz am Prenzlauer Berg in Berlin behinderte.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangte daraufhin den Rücktritt des Vize-Präsidenten.

Thierse lehnte solche Forderungen jedoch ab. Er nannte die Blockade einen Ausdruck demokratischen Widerstandes.
Vom Zentralrat der Juden wurde er für die Blockade-Aktion ausdrücklich gelobt.

Quelle(n): sueddeutsche.de
Bild(er): (c) Wikimedia, Wikipedia


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