Im Kreml der nordwestrussischen Stadt Pskow wütete ein Feuer in den Holzdächern von zwei Festungstürmen und zerstörte diese. Der vom Restaurant „Belaja Rus“ gepachtete Rybnitzki-Turm und der Wlassjewski-Turm, in dem ein Souvenirladen untergebracht war, fielen dem Brand zum Opfer.
Erst im März hatte die Restaurantleitung aufgrund Beanstandungen der Feuersicherheit alle Elektroleitungen neu verlegen lassen.
Da beide Turmdächer fast gleichzeitig Feuer fingen, schließt das Katastrophenministerium Brandstiftung nicht aus. Der Archäologe Anatoli Kirpitschnikow geht davon aus, daß organisierte Vandalen am Werk waren und die Türme in Brand gesetzt haben.
Das Bauwerk, welches sein jetziges Aussehen im 15. und 16. Jahrhundert erlangte, war, wie die meisten russischen Architekturdenkmäler, nicht versichert.
Für den Wiederaufbau der beiden Turmdächer werden Schätzungen zufolge eine Million Euro benötigt. 250.000 Euro wurden jetzt vom Kulturministerium aus einem Sonderfond bereit gestellt.
Im Juli war geplant, daß Präsident Medwedjew nach Pskow kommen und denkmalpflegerische Auszeichnungen verteilen soll.
Quelle(n): FAZ
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