Monika Hauser erhält Right Livelihood Award 2008

Verfasst von vor 3 Jahre, 4 Monatn am 1. Oktober 2008 und abgelegt unter Weltgeschehen. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Seit Jahren setzt sich die 49-jährige Gynäkologin für die Opfer in Kriegs- und Krisengebieten ein. Wie die Right-Livelihood Stiftung in Stockholm mitteilte, erhält die deutsche Ärztin dieses Jahr einen der vier Preise.

Ein Rückblick: Es ist 1992 – mitten im Krieg von Bosnien liest Monika Hauser immer wieder von unzähligen Vergewaltigungen. Serbische Soldaten halten Frauen in Hotels und Fabriken monatelang gefangen und zwingen sie zur Prostitution. Die damals 33 Jahre junge Ärztin ist schockiert über die Ereignisse und zugleich empört über die Berichterstattung. Die Frauen würden durch die Medien ein zweites Mal vergewaltigt werden, so empfindet die Kölner Gynäkologin. Monika will vor Ort in Zenica, einer Stadt in Zentralbosnien, ein Frauenzentrum aufbauen und somit den Mädchen und Frauen medizinische und psychologische Unterstützung anbieten. Anfang April 1993 startet die Arbeit von „Medica Zenica“ mit der Einweihung eines Projekthauses. Ab 1995 heißt die Organisation „medica mondiale“ und entwickelte sich immer weiter. Heute unterstützt die Institution traumatisierte Frauen und Mädchen in vielen Ländern weltweit.

Für dieses Engagement erhält Hauser dieses Jahr den alternativen Nobelpreis und bekommt somit die öffentliche Anerkennung, die ihr gebührt. Die anderen Preise gehen die somalische Frauenrechtlerin Asha Hagi, die US-Journalistin Amy Goodman und das indische Ehepaar Jagannathan.

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