Bis dass die Bytes Euch scheiden

Verfasst von vor 1 Jahr, 8 Monatn am 18. Mai 2010 und abgelegt unter Kurioses. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Erstmals vollzog im roboterverrückten Japan nun ein Roboter mit künstlicher Intelligenz eine Trauung.
Bleibt jetzt nur noch die Frage, ob der Roboter wohl auch eine Scheidung mit der gleichen Eleganz über die Bühne bringen würde.

Jedenfalls betrachtete der 1,50 Meter große “I-Fairy”-Roboter mit strahlenden Augen das in einem Restautant in Tokio erschienene Brautpaar.
Dann erteilte er präzise Anweisungen und forderte, bitte jetzt den Schleier der Braut hochzuheben.

Anschließnd küssten sich die Frischvermählten vor rund 50 Hochzeitsgästen und “I-Fairy” schwenkte die Arme in die Luft.
Gesteuert wurde der Roboter dabei von einem Mann hinter einem schwarzen Vorhang. Mit dessen Computer war der Zeremonienmeister nämlich verdrahtet.

Die 36-jährige Braut Satoko Inoue arbeitet beim Roboterhersteller “Kokoro” und meinte, dass das alles viel Spaß machte. Japaner haben nämlich ein ausgeprägtes Beswusstsein, dass Roboter unsere Freunde sind, wie sie hinzufügte.
Aber auch der sechs Jahre ältere Bräutigam Tomohiro Shibata kommt aus dieser Branche. Er ist Professor für Robotertechnik am Nara-Institut.
Allerdings bemängelte der Bräutigam die Intelligenz von “I-Fairy”.
Er äußerte, es wäre nett gewesen, wenn der Roboter ein bisschen klüger wäre. In den Ausdrucksformen ist “I-Fairy” aber schon recht weit.

“Kokoro”-Sprecherin Kayako Kido erklärte dazu, dass man “I-Fairy” vor Allem zum Sprechen entwickelte und um programmierte Bewegungen auszuführen.
Ihren Angaben nach sind zur Zeit drei dieser Roboter in Japan sowie in Singapur und den USA im Einsatz.
Kostenpunkt der Roboter ist ein Preis von 6,3 Millionen Yen, was umgerechnet 54.500 Euro entspricht.

Quelle(n): MSN
Bild(er): (c) augschburger,- Caucas´,- adesigna @flickr.com

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