Jetzt will er es durchziehen! Ryanair-Chef Michael O’Leary will allen Gegensätzen zum Trotz seine Billigflieger mit Stehplätzen ausstatten lassen. Schon ab nächstem Jahr, wenn es nach O’Leary geht.
Die Tickets für die unkomfortable Reisemöglichkeit, sollen schon ab fünf Euro angeboten werden.
O’Leary ist das Vorhaben mit den Stehplätzen absolut ernst und bestätigt dies sogar einem britischen TV-Sender.
Seine Idee: Es soll einen Grundbetrag geben, den alle Fluggäste bezahlen müssen. Alle Extras, die dazu kommen, wie Speisen, Getränke, die umstrittene „Pipi“- und „Moppelpauschale“ (Ein Zuschlag für die Verrichtung der Notdurft und der Zuschlag für korpulente Passagiere), Wunschsitzplatz oder das Gepäck, müssen dann bzw. sind schon extra zu bezahlen. Sparfuchs O’Leary macht schon lange Gewinne damit, dass Fluggäste nicht wie bei anderen Fluglinien am Schalter, sondern nur per Online-Check-In einchecken können.
Doch O’Leary hat die Rechnung ohne die EASA gemacht. Denn die Europäische Agentur für Flugsicherheit sieht laut der britischen Daily Mail nicht, wie die Stehplätze den Sicherheitsvorschriften genügen sollten, ohne die Gesetzeslage zu ändern. Die schreibt nämlich vor, dass jedem Passagier ein Sitzplatz zur Verfügung stehen muss.
Dennoch gibt sich der gewiefte Airline-Chef siegessicher: Denn Sitzplatz ist schließlich ein weit dehnbarer Begriff. Wenn O’Leary tatsächlich mit seiner „Fliegen-ohne-Sitz-Idee“ durchkommt, könnte er möglicherweise die billigsten Flugtickets aller Zeiten anbieten.
Quelle(n): bild.de
Foto(s): Thundershead@flickr, krislhull@flickr









