Richterin Kirsten Heisig (48) bleibt weiter verschwunden

Verfasst von vor 1 Jahr, 7 Monatn am 3. Juli 2010 und abgelegt unter Allgemeines. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Seit Montag wird Deutschlands bekannteste Jugendrichterin vermisst, die 48-jährige Kirsten Heisig aus Berlin. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Von Heisig fehlt jede Spur.

Beruflich gilt die 48-Jährige als konsequent, professionell und entschlossen. Im September sollte ein Buch der Richterin erscheinen: „Das Ende der Geduld – konsequent gegen jugendliche Gewalttäter.“
Wegen ihrer konsequenten Art, wie sie mit  jugendlichen Straftätern umgeht, brachte Heisig beruflich nicht viele Freunde. Dennoch war sie eine selbstbewusste Frau.

Im Privatleben soll die Juristin hingegen eine traurige und tiefverletzte Frau sein. Sie lebt in Scheidung und ihre beiden Kinder (13, 15) sieht sie selten, da sie die meiste Zeit bei dem Vater leben.

Was ist also mit der 48-Jährigen passiert?

Hat sie sich was angetan? Eine SMS an ihre Tochter am Montag war bis jetzt das letzte Lebenszeichen der zweifachen Mutter. Sie glaubte, sie macht „alles falsch“ und schrieb: „Das ist alles zu viel für mich.“

Bei der TV-Aufzeichnung zu Peter Hahnes neuem Sonntagstalk im ZDF wirkte sie alles andere als verzweifelt. Im Gegensatz, Hahne lud die Richterin bei der Aufzeichnung ein, in einer anderen Sendung noch einmal aufzutreten. Heisig verabschiedete sich mit den Worten: „Bis zum nächsten Mal.“ Das war am 16. Juni 2010.

Oder übt ein ehemaliger, von der Richterin verurteilte, Gewalttäter späte Rache?

Die Polizei hat die Suche nach der Vermissten erneut ausgeweitet. 60 Beamte durchkämmten mit Spezialhunden bis zum Abend einen Berliner Wald – bis jetzt leider erfolglos.

Wer Hinweise zum Verbleib von Kirsten Heisig (48) geben kann, wendet sich bitte an die Polizei in Berlin unter Tel. Nr. 030 4664-0.

Quelle(n): bild.de
Foto(s): dpa, ddp

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