Vor über ein Jahr verschwand der Milliardär Steve Fossett auf mysteriöse Art und Weise. Er flog am 3. September 2007 mit einer einmotorigen Maschine von einer Ranch in Nevada los und stürzte vermutlich ab. In den darauf folgenden Wochen suchten Rettungshelfer über 50.000 Quadratkilometer nach ihm ab. Jedoch fanden sie kein Lebenszeichen vom Pilot Fossett. Ein Monat nach dessen verschwinden, stellten die Rettungskräfte die Suche nach dem Abenteurer ein. Im Februar erklärte ihn ein Nachlassgericht in Chicago für tot.
Jetzt haben Wanderer in der Nähe der Ortschaft Mammoth Lakes persönliche Gegenstände von Fossett gefunden. Ein Wandersmann fand abseits eines Weges im Gebüsch einen Ausweis der Bundesluftfahrtbehörde (FAA) mit Fossetts Namen, den Pilotenschein, ein drittes Dokument sowie mehrere hundert Dollar in bar. Auch vermutet man, sein Flugzeugwrack geortet zu haben. Man entdeckte beim Überfliegen einer Bergkette an der Ostseite der Sierra Nevada Flugzeugteile. Es wird ein Trupp zusammengestellt, der die Stelle zu Fuß aufsuchen soll. Fossetts Witwe Peggy hofft, dass die Suche nach der Absturzstelle und der Leiche ihres Mannes nun endlich Erfolg habe.
Fossett wurde bekannt für seine wagemutigen Rekorde, die er als Segler, Pilot und Ballonfahrer aufstellte. Der Miteigentümer der Flugzeugprototypen-Schmiede Scaled Composites flog beispielsweise zuletzt ohne Zwischenstopp in einem Flugzeug gut 42.000 Kilometer um die Welt. 1995 überquerte er als erster Solo-Ballonfahrer den Pazifischen Ozean, 2002 umrundete er als erster die Erde in einem Ballon. Außerdem schwamm Fossett durch den Ärmelkanal, durchquerte mit dem Hundeschlitten Alaska, bestieg Achttausender und umrundete mit dem Segelschiff den Globus.










