Für den Rennstall Ferrari klingt der Doppelsieg beim Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring erst mal richtig gut. Doch auf den zweiten Blick, bekommt der Triumph einen herben Beigeschmack.
Ferrari muss nun 100.000 Dollar (785.000 Euro) Strafe zahlen und kommt vor das Fia-Weltgericht. Der Vorwurf: Fairness-Verstoß! Jetzt ist es möglich, dass Ferrari der Sieg aberkannt wird und somit die Punkte verlorengehen.
Der Grund für die Diskussion: Eine Teamorder! Felipe Massa (29) überholt beim Start seinen Teamkollegen Alonso (28) und Vettel, der die Pole-Position hat. 49 Runden lang ist Massa Pole-Mann und fährt seinem ersten Sieg entgegen.
Dann kommt der Befehl zum Bremsen! Massas Team funkte: „Alonso ist schneller. Kannst du das bestätigen?!“
Übersetzt: Lass Alonso vorbei!
Massa fügte sich dem Befehl und ging runter vom Gas, ließ Alonso überholen und dieser gewann das Rennen: 25 Punkte für den Spanier!
„Ich habe eine Team-Order in einer solchen plumpen Form noch nie gesehen”, empörte sich Red Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko.
Da kamen Erinnerungen von vor acht Jahren wieder hoch. 2002 in Zeltweg musste damals Barrichello seinen Teamkollegen Michael Schumacher auf Befehl des Kommandostandes siegen lassen. Es folgte damals eine Millionen Dollar Strafe.
Formel-1-Experten melden sich wütend zu Wort: „Es war Betrug. Diese beiden Autos sollten ausgeschlossen werden“, schimpft Ex-Teamchef Eddie Jordan.
Sky-Experte Marc Surer: „Eine Schande für unseren Sport.”
Ex-Weltmeister Niki Lauda: „Alonso hat keinen Charakter. Ein Scheiß, was er erzählt.”
Die beiden Hauptakteure des Dramas: „Wir müssen ans Team denken…wir gewinnen Punkte, wir verlieren Punkte…es war keine Teamorder”, so Alonso.
Massa: „Ich bin professionell. Ich arbeite fürs Team. Man hat gesehen, dass ich Rennen gewinnen kann…”
Quelle(n): Bild.de
Foto(s): AP









