Nachdem mittlerweile 21 Menschen bei der Loveparade-Tragödie in Duisburg ums Leben kamen und mehr als 500 Besucher verletzt wurden, fordern Demonstranten vor dem Rathaus den Rücktritt des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland. Der CDU-Mann sträubt sich weiter gegen diesen Schritt und weist die Hauptschuld von sich.
Mit Parolen wie: „Sauerland weg“ oder „Sauerland macht Duisburg zum Trauerland“, forderten die knapp 200 Demonstranten vergeblich den Oberbürgermeister Sauerland auf herauszukommen. Zwischendurch finden immer wieder Schweigeminuten für die Opfer der Loveparade-Katastrophe statt.
Doch von Sauerland keine Spur, er soll sogar untergetaucht sein. In den vergangenen Tagen wurde er bedroht und auch angegriffen.
Für die traurige Menge steht der Schuldige längst fest. Adolf Sauerland soll aus Profitgründen die Parade mit viel zu vielen Menschen auf einem zu kleinem Festgelände genehmigt haben. Dieser jedoch bestreitet und kämpft gegen die massiven Vorwürfe. Der CDU-Politiker hält weiter daran fest, keine Genehmigung für die Techno-Party unterschrieben zu haben. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung sagte er: „Das ist gar nicht der Job des Oberbürgermeisters, Genehmigungen zu unterschreiben.“
Währenddessen meldet sich auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) zu Wort und empfiehlt Sauerland im ZDF einen Rücktritt: „Es gibt eine politisch-moralische Verantwortung“, so Jäger.
„Persönliche Verantwortung kann es nur geben, wenn es ungerechtfertigte Eingriffe in den Prozess gegeben hätte. Diese gab es aber nicht“, sagte Sauerland den Zeitungen der “WAZ”-Mediengruppe. Er klebe nicht an seinem Stuhl, sondern wolle helfen, die Katastrophe aufzuklären. Der “Bild” sagte er: „Danach entscheide ich über persönliche Konsequenzen.“
Quelle(n): bild.de, n24.de
Foto(s): dsdids @flickr









