Beim Großen Preis von Ungarn ging es für Rubens Barrichello und Michael Schumacher um Platz 10 und 11. Bei Schumi hatte der Siegeswille da wohl Priorität und ein riskantes Drängel-Manöver ging in der letzten Sekunde glimpflich aus.
Was war passiert?
Williams-Pilot Barrichello ist seinem Ex-Kollegen aus sechs Ferrari-Jahren, Michael Schumacher, dicht auf den Fersen und will diesen in der 66. Runde überholen. Bei Tempo 290 lenkt Schumi seinen Mercedes nach rechts und riskiert, dass der Brasilianer gegen die Betonmauer fährt. Dicht an dicht sind die Reifen der Rennwagen, die Zuschauer halten die Luft an – doch Barrichello schafft es haarscharf von der Mauer entfernt und Millimeter an einem Crash vorbei durch die Lücke zu fahren und zieht an Schumacher vorbei.
Unmittelbar nach dem Rennen äußerte sich Barrichello mit bebenden Lippen: „Ich mag faire Kämpfe, aber das war kein fairer Kampf. Wenn er als Erster im Himmel sein will, dann bitte. Aber ich will da oben nicht der Erste sein. Michael war drei Jahre weg, aber er ist immer noch der gleiche. Er fühlt sich immer im Recht.“
Auch Formel 1 Experte Niki Lauda ist schockiert über die rücksichtslose Attacke von Schumi: „Es war unfair, unakzeptabel und saugefährlich. Ich verstehe nicht, dass er so was macht.“
Michael Schumacher kann die Aufregung nicht verstehen und verteidigt seine Aktion: „Fakt ist doch, dass er genug Platz hatte. Ich habe ihm doch gezeigt, dass ich nach rechts gehe. Wenn man nur die kleinen Rückspiegel hat, dann sieht das anders aus als im Fernsehen. Wir sind hier bei der Formel 1 und nicht bei einer Kaffeefahrt.“
Die Renn-Kommissare sehen das aber anders und entschieden, dass Schumi beim nächsten Rennen in Spa am 29. August 2010 um zehn Startplätze zurückversetzt wird.
Quelle(n): bild.de
Foto(s): xpb.cc, sky









