Kaum zu glauben, dass Robert C. aus Herne (NRW) sechs Jahre mit einer Kugel im Kopf lebte und überlebte.
Silvester 2004, als Knaller und Raketen in die Luft gingen, merkte der Maler plötzlich einen Schlag am Hinterkopf. Robert C. glaubt, von einem Feuerwerkskörper getroffen worden zu sein.
Am nächsten Morgen wachte er blutverschmiert auf, duschte und dachte sich nichts weiter dabei. Alles was blieb, war eine Beule am Kopf. Robert war sich sicher: „Die geht wieder weg!“
Doch die Beule blieb. Robert C.: „Ich wurde immer vergesslicher, hatte oft Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Ich habe aber nicht vermutet, dass es an der Beule liegt.“
Robert C. geht erst nach vier zum Arzt und der diagnostiziert einen Fremdkörper in seinem Schädel. Aus Angst, er könnte die Operation nicht überleben, verschiebt der Maler immer wieder den Termin-Bis vor ein paar Tagen, da bricht Robert C. zusammen, kommt ins Krankenhaus.
„Die haben meinen Kopf geröntgt. Der Arzt sagte nur: Das gibt’s doch nicht, der hat ja ne Kugel im Kopf.“
Die Ärzte operieren ein Projektil vom Kaliber 22 heraus, welches nun vom BKA untersucht wird.
Hauptkommissar Volker Schütte (51): „Wir gehen davon aus, dass der Mann versehentlich getroffen wurde, ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung.“
Robert C. ist froh, dass die Kugel endlich aus seinem Kopf ist und sagt: „Jetzt habe ich endlich keine Kopfschmerzen mehr.“
Foto(s): dpa/Polizei Bochum, Björn Kanka









