Gruben-Unglück von Chile: Jetzt hilft die Nasa den 33 Kumpels

Verfasst von vor 1 Jahr, 5 Monatn am 1. September 2010 und abgelegt unter Weltgeschehen. Artikel abonnieren via RSS 2.0.

Seit vier Wochen sind die 33 chilenischen Kumpels nun schon in rund 700 Metern Tiefe und Dunkelheit eingepfercht. Ein Mega-Bohrer versucht bereits einen Tunnel zu graben, um die 33 verschütteten Bergleute zurückbringen. Dies kann allerdings bis Weihnachten dauern.

Die Kumpels wissen selber, wie lange solch eine Bohrung dauern kann. Damit jetzt aber keine Panik entsteht und keiner „durchdreht“, bekommen sie psychologische Unterstützung von der Nasa. Im Expertenteam sind der stellvertretender Stabsarzt der Nasa, Dr. James Michael Duncan, der Psychologe Albert Willard Holland, der Referatsleiter Weltraummedizin, James David Polk sowie Chefingenieur Clint Cragg.

Einige Männer klagen schon über Depressionen, das fehlende Tageslicht hat Auswirkungen auf den 24-Stunden-Rhythmus und die Luft ist schlecht. Phasen der Traurigkeit und Schlaflosigkeit werden erwartet, ebenso Streit und Konflikte. Um diese so gering wie möglich zu halten, wird das Expertenteam der Nasa mit ihrer Erfahrung dafür sorgen, dass sich die Gruppen nicht in Cliquen teilen, denn dadurch wächst die Sorge und Unruhe in der Grube.

Über einen Versorgungsschacht werden weiter Essen, Getränke und Medikamente zu den Kumpels hinunter geschickt. Am Wochenende wurde eine Telefonverbindung hergestellt, damit die Verschütteten mit ihren Familien sprechen konnten. Seit Wochen campen die Angehörigen oberhalb der Grube, um ganz nah bei ihren Liebsten zu sein.

Quelle(n): bild.de
Foto(s): AP

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