studiVz ist mit über sechs Millionen Nutzern das größte deutschsprachige Studenten-Portal im Netz. Immer mehr junge Frauen machen sich die große Anzahl von Anwendern selbst zu nutzen und prostituieren sich im Studenten-Netzwerk. Die Studentinnen missbrauchen die Community, um einen Kontakt zu potenziellen Freiern herzustellen. So berichtet das Nachrichten-Magazin „Focus“ in seiner aktuellen Ausgabe. Eine 26-jährige Teilzeit-Prostituierte erzählt dem „Focus“: „In den ersten Semestern habe ich mich mit Putz- und Nachhilfejobs durchgeschlagen. Seit ich Studiengebühren in Höhe von 720 Euro pro Semester zahlen muss, komme ich so nicht mehr aus.“
Sexualtherapeuten warnen Studentinnen ausdrücklich davor, durch Prostitution das Studium zu finanzieren. Sie setzen sich der Gefahr aus, mit Sexualstraftätern in Kontakt zu treten. „Es gibt von Jahr zu Jahr mehr Sexualstraftäter, und die wissen genau, wie sie im Internet das Vertrauen der Mädchen erwecken.“ sagt der Sexualtherapeut Reinhold Munding. Hinzu kommt, dass der freizügige Nebenjob oftmals auch psychischen Problemen im späteren Leben nach sich zieht.
In einem Interview mit den Machern des Portals stellte sich heraus, das die Betreiber keine effektive Lösung für das Problem hätten. Sie sperren die Anwender und Gruppen, jedoch kommt dies einer Sisyphosarbeit gleich. Sobald sie gelöscht seien, würden sie unter anderem Namen wieder auftauchen.









