In einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden erschoss ein ehemaliger Schüler bei einem Amoklauf mindestens zehn Menschen. Weitere Personen verletzte er zum Teil schwer. Das berichtete Klaus Hinderer, Sprecher der Polizei Waiblingen.
Bei den zunächst im Gebäude der Albertville-Realschule aufgefundenen neun Toten, handelt es sich laut Polizei um Schüler. Einen Erwachsenen tötete der Täter offenbar auf seiner Flucht vor dem Gebäude.
Zunächst stand die genaue Zahl der Verletzten noch nicht fest. Den Täter konnte man nach Angaben der Polizei fassen.
Der 17-Jährige, der schwarz bekleidet gewesen sein soll, betrat gegen 9.30 Uhr das Schulgebäude. Daraufhin stürmte er in zwei Klassenräume und schoss wahllos um sich.
Landespolizeipräsident Erwin Hetger sprach von zwei Schwerverletzten und berichtete: “Es war Amoklauf in Reinkultur. Mit einer Waffe ist er in die Schule rein und richtete dann das Blutbad an. Ich habe so etwas noch nie erlebt.”
Zusammen mit einem Gymnasium ist die Realschule in einem Schulzentrum mit insgesamt 1000 Schülern untergebracht. Beide Schulen wurden in der Zwischenzeit geräumt. Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums werden die Schüler medizinisch und psychologisch betreut. Auf einer Pressekonferenz wollte die Polizei weitere Informationen geben. Diese plante man für 13.00 Uhr. Auch Landesminister Heribert Rech wollte daran teilnehmen.
Augenzeugen berichteten von Schreien und Schüssen. Eine Schülerin erzählte, dass sie zuerst an einen üblen Scherz dachte. Dann sah sie, wie andere aus dem Fenster sprangen. Daraufhin rannte auch sie los. Verstörte Schüler und besorgte Eltern waren noch vor Ort. Das Schulzentrum im Rams-Murr-Kreis sperrte man weiträumig ab. In der Luft kreisten Hubschrauber.
Vor sieben Jahren ging in Waiblingen ein Geiseldarama noch glimpflich aus. Am 18. Oktober 2002 ging ein 16-Jähriger ehemaliger Schüler in den EDV-Unterricht der sechsten Klasse der Waiblinger Friedensschule. Dabei stattete er sich mit einer Luftpistole und einer schusssicheren Weste aus.
Vier Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren nahm er dabei als Geiseln. Die Lehrer und alle anderen ließ er frei. Der Täter forderte eine Million Euro sowie ein Handy und ein Fluchtfahrzeug. Nach stundenlangen Verhandlungen ließ er seine Geiseln schließlich frei. Der 16-Jährige bereitete die Tat langfristig vor. Zudem kündigte er sie auch seinen früheren Mitschülern an. Die Polizei nannte als Motiv Schulden und
Geltungsbedürfnis.
Im April 2002 tötete ein 19-Jähriger am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und sich selbst binnen zehn Minuten bei einem Amoklauf.
Quelle(n): Welt Online
Bild(er): (c) Wikipedia
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Kinder können nur so gut sein, wie es die Gesellschaft
vorlebt.
Mittlerweile ist der Amokläufer wohl selber gestorben. In einem Supermarkt hat es eine Schiesserei mit der Polizei gegeben, bei der neben dem Amokläufer noch 2 weitere Personen gestorben sind. Was für eine kranke Welt!