Der 17-Jährige Amokläufer von Winnenden Tim K. ist tot. Laut Angaben des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Öttinger wurde er bei einer Schiesserei im vierzig Kilometer entfernten Wendlingen von der Polizei erschossen.
Um 9.30 startete der im schwarzen Kampfanzug bekleidete Attentäter T. K. in der Albertville-Realschule in Winnenden seinen Amoklauf. Er ging gezielt in zwei Klassenzimmer und schoss dort wild herum, bestätigte die Polizei.
Drei Lehrerinnen und zehn Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden innerhalb der Schule getötet. Auf dem Gelände der an die Schule angrenzenden psychatrischen Kliniken erschoss der 17-Jährige auf seiner Flucht einen Krankenhausgärtner. Die genaue Zahl der Verletzten steht noch nicht fest.
Anschliessend zwang er einen Autofahrer dazu, ihn in Richtung Wendlingen zu fahren. Unterwegs ließ er ihn allerdings aussteigen und fuhr selbst weiter.
An einer Bundesstrasse nahe einer Autobahnauffahrt hielt er jedoch an. Dort lief er zu einem Autohaus und erschoss zwei weitere Passanten. Hierbei kam es auch zum Schusswechsel zwischen der Polizei und dem Täter. Zwei Polizisten wurden dabei schwer verletzt, der Amokläufer kam dabei ums Leben. Dies teilte ein Polizeisprecher in Waiblingen weiter mit.
Bevor die Polizei den Amokläufer erschoss, feuerte er selbst etwa 50 Mal durch die Gegend.
Der mutmassliche Täter stammt Polizeiangaben zufolge aus Weiler zum Stein. Die zu Leutenbach gehörende Ortschaft ist ein Nachbarort von Winnenden bei Stuttgart.
Der Vater des Täters war Mitglied in einem
Schützenverein. Legal besitzt dieser deshalb auch 15 Schusswaffen. Eine davon und mehrere hundert Schuß fehlten bei der Hausdurchsuchung des Elternhauses.
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