Das Grauen, das der Amoklauf des 17-Jährigen Tim K. aus Winnenden am Mittwoch, anrichtete, stellt die Polizei nun vor die Frage, ob es unter anderem aus Hass auf Frauen geschehen sein könnte.
Bis zu seiner grausigen Tat am 11.03.09 in der Albertville-Realschule galt der Junge als unauffällige Erscheinung. Kaltblütig feuerte er gegen 9.30 Uhr mit einer großkalibrigen Pistole in der Schule um sich. Bis auf einen Schüler sind seine Opfer allerdings alle weiblich. Fast alle acht Mädchen und die drei Lehrerinnen tötete er mit einem gezielten Kopfschuss.
Ralf Michelfelder von der Polizei Waiblingen meint, dass das Geschlecht ein Motiv gewesen sein könnte.
Tim K. schoss noch auf sieben weitere Mädchen und verletzte sie dabei. Dazu äußerte der baden-württembergische Innenminister Rech, dass die überwiegende Zahl der weiblichen Opfer schon sehr auffällig ist.
Möglicherweise mobbten Mitschülerinnen den Amokläufer. Eine zwölfjährige Teilnehmerin des Trauergottesdienstes sagte der Nachrichtenagentur AP, dass sie Tim über einen Freund kennenlernte. Vor drei
Wochen zeigte er ihr einen Brief, den er an seine Eltern schrieb. Er leidet und kann nicht mehr weiter, beschreibt Sabienne B. den Inhalt des Briefes. Mitschüler machten sich über ihn lustig. Die Lehrer ignorierten ihn, berichtet sie der AP weiter. Für eine Stellungnahme zu den Aussagen des Mädchens ist die Polizei zunächst noch nicht bereit.
„Mit seiner Tat zerstörte der Täter die Seele einer ganzen Schule. Er traf eine Stadt mitten ins Herz.“ So versuchte der Stuttgarter Innenminister Heribert Rech das Unfassbare in Worte zu fassen.
Quelle(n): Welt Online
Bild(er): (c) Johannesen,- AmahRa58 @ flickr.com
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