Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden will die Warenhauskette Galeria Kaufhof alle Computer- und Videospiele, die erst ab 18 freigegeben sind, aus dem Verkauf nehmen. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte gestern in Köln: “Wir wollen damit in gesellschaftspolitischer Hinsicht ein Zeichen setzen”. So sollen auch Filme ohne Jugendfreigabe künftig nicht mehr angeboten werden.
Olaf Wolters, der Geschäftsführer des
Branchenverbandes der Spielindustrie (BIU), kritsierte den Verkaufsstopp allerdings. Dazu sagte er: “Ich finde es wirklich bedenklich, dass Kaufhof Erwachsenen damit das Recht auf Unterhaltung beschneidet. Dies wollte das Unternehmen Kaufhof nicht kommentieren.
Auch der Kriminologe Christian Pfeiffer forderte Eltern auf, Fernseher, Spielkonsolen und Computer aus den Kinderzimmern zu entfernen. Kinder, die schon frühzeitig und intensiv Gewaltspiele konsumierten, waren später auch deutlich gewalttätiger.
Quelle(n): Berliner Morgenpost
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