Eigentlich ist es nicht wirklich überraschend, dass Männer länger als Frauen bei ihrer Mama wohnen. Töchter verlassen den Ort der Bequemlichkeit im Allgemeinen wesentlich früher, um auf eigenen Beinen zu stehen. Das wies das Statistische Bundesamt jetzt amtlich nach.
Ein Klassiker von Loriots Filmgeschichte ist auch ein Klassiker in vielen deutschen Haushalten. Ödipussi, der noch im reifen Mannesalter unter der Obhut seiner gestrengen Mutti lebt. So verlassen auch im realen Leben männliche Sprösslinge immer später das traute Zuhause.
Mütter werden also ihre Söhne einfach nicht los. Sie denken nicht einmal daran, das heimatliche Feld zu räumen. 2007 wohnten noch fast die Hälfte der 24-Jährigen Männer zu Hause. Dagegen nur 27 Prozent der Frauen. Im Alter von 30 Jahren wohnten noch 14 Prozent aller Männer bei Mama. Nur fünf Prozent der Frauen sind dann noch nicht aus dem elterlichen Heim ausgezogen. Besonders erschütternd ist allerdings, dass im reifen Alter von 40 Jahren immer noch vier Prozent aller Männer, lediglich aber nur noch ein Prozent der Frauen, daheim bei Muttern sind.
Grundsätzlich verlassen aber die Kinder immer später ihr Elternhaus. So lautet das Fazit der Statisiker. 1972 lebten nur rund 20 Prozent der 25-Jährigen bei den Eltern. Im Jahr 2007 kletterte die Zahl bereits auf 29 Prozent.
Sicher gibt es viele Gründe, warum Filius das Feld nicht räumen will. Ob nun aus Bequemlichkeit, Sparsamkeit oder aufgrund langer Ausbildungszeiten. Da bleibt Muttern nur eins - nämlich selbst dafür zu sorgen, dass Hänschen in die weite Welt zu schicken.
Quelle(n): sueddeutsche.de









