Bei einem Amoklauf im Landgericht Landshut tötete ein 60-Jähriger Mann erst eine Frau und anschließend sich selbst. Das Lagezentrum des bayrischen Innenministeriums in München teilte mit, dass außerdem zwei weitere Menschen schwer verletzt wurden. Täter und Opfer sind miteinander verwandt, erklärte Gerichtssprecherin Elisabeth Waitzinger der Nachrichtenagentur AP.
Ersten Ermittlungen zufolge fielen die Schüsse um 10.15 Uhr vor oder in einem Sitzungssaal. In dem Saal ging es nach Informationen der Nachrichtenagentur AP um ein Zivilverfahren in einem Erbschaftsstreit. Dabei soll es sich um eine sogenannte Auskunftsklage gehandelt haben.
Nach Angaben von Polizeisprecher Leonhard Mayer fielen plötzlich in mehreren Sitzungssälen einige Schüsse. Anschließend richtete sich der aus Dingolfing stammende Täter selbst. Das Justizgebäude sperrte man großräumig ab. Darin befindet sich Amts- und Landgericht. Mit einem Großaufgebot war die Polizei vor Ort.
Mayer sagte dazu: „Diese Amoklage ergab sich aus heiterem Himmel“. Erst in den nächsten Stunden wird sich mehr Klarheit über die Hintergründe ergeben. Am späten Vormittag sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Schladt der Nachrichtenagentur AP, dass keine Gefahr mehr besteht. Für eine Evakuierung gibt es inzwischen
keinen Grund mehr. Bislang gibt es keine Erklärung, weshalb die Situation so eskaliert ist, sagte Gerichtssprecherin Waitzinger. Auf die Frage, wie der Täter die Waffe in das Gerichtsgebäude mitbringen konnte, antwortete sie, dass es bei Zivilverfahren keine Kontrollen gibt.
Quelle(n): AP
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