Nach Angaben des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi stieg die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in den Abruzzen auf mindestens 207 Todesopfer an. Viele Menschen werden noch immer vermisst. Berlusconi gab die neuen Zahlen heute Mittag bekannt.
Ein starkes Nachbeben versetzte erneut die Region um L´Aquila in Angst und Schrecken. Die Zivilschutzbehörde teilte mit, dass beim schwersten Erdbeben Italiens seit fast 30 Jahren, 1500 Menschen verletzt worden sind. Rund 17.000 wurden obdachlos. Viele Menschen ergriffen bereits die Flucht.
Die Stärke des Bebens lag nach ersten Angaben des US-Instituts Geological Survey bei etwa 4,8. Selbst im 100 Kilometer entfernten Rom spürte man die Erschütterungen.
In einem Rennen gegen die Zeit suchen die Rettungskräfte einen Tag nach dem schweren Beben nach weiteren
Überlebenden. In der Nacht barg man eine Studentin nach 23 Stunden lebend aus den Trümmern. Dieser Fall spornt die Rettungskräfte weiter an.
Den Betroffenen sprach Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sein Mitgefühl aus. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes schrieb Steinmeier an seinen italienischen Kollegen Franco Frattini: „Die schrecklichen Bilder und Nachrichten vom schweren Erdbeben in den Abruzzen, dem so viele Menschen zum Opfer fielen und das so verheerende Zerstörungen anrichtete, erfüllen mich mit Bestürzung und Trauer.“ Den italienischen Rettungskräften bot Steinmeier Unterstützung an.
Quelle(n): WELT ONLINE
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