Man stelle sich folgende Szene vor: Die Kandidatinnen von Popstars sind zu einem Workshop in Ägypten. Juror Detlef D! Soost kommt auf die Mädels zu. Mit ernster Miene und Tränen in den Augen sagt er: „Victoria, da ist ein Anruf für dich!“ Daraufhin fragt sie: „Wo?“ und D! antwortet nur knapp „Oben!“. Victoria geht zum Telefon. Währenddessen erklärt Soost den anderen Mädels, was los sei: Victorias Vater Uwe muss seiner Tochter aus dem deutschen Bergheim eine schreckliche Mitteilung machen: Ihre Mutter sei an einem Herzstillstand gestorben. Heute Abend um 20:15 Uhr will ProSieben die Folge von Popstars zeigen, wie die 16-jährige Victoria vom Tod ihrer Mutter erfährt.
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla fordert den Sender auf, die entsprechenden Stellen nicht auszustrahlen und das Mädchen zu schützen – auch vor sich selbst. Er sagte entsetzt: „Die Verwahrlosung in manchen TV-Sendungen macht mich fassungslos! Einem 16-jährigen Mädchen im Rahmen einer TV-Show mitzuteilen, dass seine Mutter verstorben sei, ist zynisch. Mein Mitgefühl gilt dem Mädchen und seiner Familie.“
Einmal mehr zeigt ProSieben, das der Sender unverantwortlich und pietätlos aus den Emotionen, Schicksalen und Leiden der anderen, Kapital schlägt. Nachdem D! den Kandidatinnen erklärte, was es mit dem Anruf für Victoria auf sich hatte, reagierten die Mädchen geschockt und mit Tränen in den Augen. Anstatt jetzt die Kamera abzuschalten, lässt der Sender sie weiterlaufen um alle Gefühle fest zu halten und später damit Quoten zu erlangen.
Zynisch rechtfertigt ProSieben-Sprecherin Tina Land die Ausstrahlung, dass Victoria sehr zufrieden damit wäre, wie ihre ganz persönliche Geschichte erzählt wird.










Die TV-Serie POPSTARS ist mir zu gefaked (besonders die Heulausbrüche)