Am 24. April wird Vicco von Bülow alias Loriot bei der Deutschen Filmpreis-Gala in Berlin mit einem Ehrenpreis „für hervorragende Verdienste um den deutschen Film“ ausgezeichnet. Das teilte die Deutsche Filmakademie mit.
Vorausahnend zitierte man auch schon Loriots vermutlichen Kommentar zu der hohen Ehrung: „Ach was!“. Der heute 85-Jährige nimmt eine „singuläre Position unter den Komikern dieses Landes“ ein, betonte Filmakademie-Präsident Günter Rohrbach zur Begründung der Auszeichnung. Sie wird mit den anderen Deutschen Filmpreisen („Lola“) bei der Gala im Palais am Funkturm übergeben.
Rohrbach betonte im Namen der Jury, in der auch Reinhard Hauff, Bernd Eichinger, Roland Suso Richter, Barbara Rudnik und Michael (Bully) Herbig verteten waren: „Kein anderer erreichte in den vergangen Jahrzehnten ein vergleichbares Niveau. Auch wenn er selbst nur zwei Spielfilme drehte, wurde er doch für jene zum Vorbild, die sich neben und nach ihm auf diesem Feld bemühten. Er setzte die Standards, an denen sie sich zu orientieren hatten. Alle lernten sie von ihm. Wir alle schulden ihm Dank für ein bewundernswertes großes Werk.“ Höhepunkte deutscher Komödienproduktion sind seine beiden Kinofilme „Pappa ante Portas“ und „Ödipussi“. „Beide sind in ihrem Witz und ihrer intellektuellen Brillanz unvergleichlich.“
In Berlin ging am Ostermontag im Filmmuseum am Potsdamer Platz die bisher größte Ausstellung zu Loriots Werk zu
Ende. Diese sahen rund 100.000 Besucher. Bei der Eröffnung sagte der in Berlin und am Starnberger See lebende Humorist, Autor, Zeichner und Regisseur: „Eigentlich bin ich Opa Hoppenstedt. Alles trifft zu. Das Aussehen, das Alter und das Befinden.“ Am 24. April ist die Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen.
Quelle(n): derStandard.at
Bild(er): (c) Wikimedia, ARD
Thumbnail: (c) Uwe.Koch @ flickr.com









