Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöhte wegen der Ausbreitung der Schweinegrippe jetzt ihre Alarmstufe von drei auf vier. Vier bedeutet, dass ein neues Grippevirus von Tieren auch Menschen infizieren und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Bei der höchsten Stufe sechs geht man von einer weltweiten Ausbreitung des Virus, also einer Pandemie aus.
Bislang konnte aber für alle Verdachtsfälle in Deutschland Entwarnung gegeben werden. In Spanien und anderen Gebieten tragen bereits zahlreiche Menschen Mundschutz. Am Montag wiesen Mediziner in Großbritannien und Spanien das mutierte Virus H1N1 bei insgesamt drei kürzlich zurückgekehrten Mexiko-Reisenden nach. Bei zwei Patienten in Schottland wiesen Tests ebenfalls den Erreger nach.
Derzeit empfiehlt die WHO keine Reisebeschränkung oder das Schließen von Grenzen. Dies erklärte die Organisation auf ihrer Website. Reisen in gefährdete Gebiete sollten aber wenn möglich vermieden werden. Der Verzehr von gekochtem Schweinefleisch und Produkten aus Schweinefleisch ist jedoch nicht gefährlich.
Auch das Auswärtige Amt verschärfte mittlerweile seine Reiseempfehlungen für Mexiko. Auf der Internet-Seite heißt es: „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird abgeraten.“ In Alarmbereitschaft sind ebenfalls die deutschen Flughäfen. Das Personal ist angehalten, Flugpassagiere, die aus den gefährlichen Gebieten anreisen und Anzeichen einer Grippeerkrankung aufweisen, zu melden.
In Mexiko zählte man bisher etwa 150 Grippetote. Dort tauchte das Virus zuerst auf. Bei mindestens 20 der Verstorbenen wurde der Erreger bislang gefunden.
Nach Regierungsangaben werden im ganzen Land fast 2000 Gripperkrankte in Kliniken behandelt. Das mutierte Virus wies man jedoch erst bei 172 Menschen nach. Um die Virus-Ausbreitung zu hemmen, erwog die Regierung von Mexiko-Stadt, das Wirtschaftsleben der 20-Millionen-Metropole vorübergehend ruhen zu lassen.
Quelle(n): ZEIT ONLINE
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