Wissenschaftler lüften das Geheimnis rund um die morgendliche Erektion. Auch einen Zusammenhang zwischen Schnarchen und Erektionsstörungen erklärten die Forscher. Auf der 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in Kassel diskutierten etwa 1.500 Forscher über Traumphasen und wie der Körper im Schlaf reagiert.
Nahezu jeder gesunde Mann kennt das Phänomen einer morgendlichen Erektion und auch viele Frauen scheinen morgens erregt zu sein. Die Klitoris und die Schamlippen schwellen während der Traumphase im Schlaf an. Die Gründe sind nur bedingt sexueller Natur. Vielmehr prüft der Körper mittels bestimmter Steuerungselemente im Schlaf seine eigenen Funktionen. Professor Martin Konermann erklärt: „Das ist einfach eine regelmäßige Durchblutung, die der Körper braucht. So wie ein Fahrzeug regelmäßige Bremsversuche braucht.“ Da man nicht jeden Tag sexuell aktiv sei, reagiert der Körper und prüft alle Funktionen selbst. Das Phänomen tritt auch bei Säuglingen und Greisen auf, obwohl ältere Herren zu einer sexuellen Erektion gar nicht mehr fähig sind.
So fanden die Forscher auch den Zusammenhang zwischen Schnarchen und Erektionsstörungen heraus. „Bei beiden sind die gleichen Steuerungselemente in den Blutgefäßen die Ursache. Die Durchblutung sorgt zum einen für eine Erektion, zum anderen hält sie die Atemwege während des Schlafs frei. Funktioniert das nicht, schnarcht der Mensch und die Durchblutung von Penis oder Schamlippen bleibt aus“, erklärt der Kasseler Professor. “16 Prozent der Männer haben eine Dysfunktion. Die haben auch im Schlaf keine Erektion. Wenn doch, wissen wir, dass das Problem psychisch und nicht körperlich ist“, sagt Konermann. In einen solchen Fall hilft Viagra. In einer groß angelegten Studie gab man Männern mit Durchblutungsstörung zur Nacht Viagra. Bereits nach einem Jahr verbesserte sich die Situation. Die Probanden schnarchten weniger und die Erektionsfähigkeit nahm zu.









