Stars wie Geigenvirtuose David Garrett, Rockmusiker Bryan Adams und Sänger Peter Maffay machten die Verleihung der „Goldenen Feder“ zur Nacht der Musiker.
Ebenso wie Kabarettist und Bestsellerautor Eckart von Hirschhausen und Schauspieler Christian Berkel erhielten die drei Künstler am Donnerstagabend in Hamburg den Medienpreis. Rund 400 Gäste aus Medien und Show, Politik und Wirtschaft waren geladen. Für die Gala rollte die Bauer Media Group den in der Verlagsfarbe blau gehaltenen Teppich vor der Handelskammer aus. Darauf zeigte sich im Blitzlichtgewitter der Fotografen die zuletzt von Negativschlagzeilen geplagte Verona Pooth mit Ehemann Franjo. Beide befanden sich vor der zweieinhalbstündigen Show in bester Stimmung.
Der prominenteste Preisträger war aber wohl der Kanadier Bryan Adams. Er fühlte sich geehrt, ein Teil der kreativen Welt Deutschlands zu sein, obwohl er kein Deutscher ist und auch kein deutsch spricht. Der Musiker landete Hits wie „Summer Of 69“ und bekam bereits zwei Grammys. Hierzulande machte er sich zudem einen Namen als Fotograf und Mitbegründer des „Zoo Magazins“. Der 52-Jährige erzählte, dass er das erste Mal als Musiker im Alter von 23 Jahren nach Deutschland kam. Er bekam die Trophäe vom „Liebling“-Artdirector Mario Lombardi überreicht. Die Laudatio auf Kabarettist Eckart von Hirschhausen wurde von dessen österreichischem Kollegen Werner Schneyder gehalten.
Die Lobrede von Schauspielerin Andrea Sawatzki auf ihren Kollegen und Lebensgefährten Christian Berkel („Der Untergang“) gehörte wohl mit zu den Höhepunkten. Die rothaarige Mimin plauderte dabei vom ersten Kuss in der Dorfdisco auf der Insel Amrum und über ihre Schwangerschaft mit dem ersten gemeinsamen Sohn, bis hin zum toten Meerschweinchen-Mann der Familie. Sie machte aus ihrer Rede eine Liebeserklärung an den Mann, der in ihrem Privatleben die Hauptrolle spielt: „Du hast mir für die Schönheit dieser Welt die Augen geöffnet.“ Berkel dankte ihr, während er sich amüsiert und bewegt immer wieder Tränen wegwischte: „Andrea, Du und die Kinder seid meine Heimat.“
Während Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen auf der Bühne stand und Peter Maffay würdigte, konnte sich Moderator Johannes B. Kerner Anspielungen auf die schwarz-rote Robe der CDU-Politikerin nicht verkneifen. Maffay erhielt den Preis für sein soziales Engagement und seine musikalischen Erfolge. Von ihm wünschte sich die Ministerin: „Lassen Sie diese beiden Herzen weiterhin so kräfig in Ihrer Brust schlagen.“ Maffay macht sich für die Kinder stark, die auf der „Schattenseite“ des Lebens geboren wurden.“ Der 59-Jährige hilft mit seiner Stiftung traumatisierten Kindern. Er verstand die Ehrung als „Ansporn“. Dazu meinte der Rocker, der dieses Mal im Anzug kam: „Das ist eine wunderbare Motivation um da weiterzumachen, wo wir im Moment stehen.“
Nach Ansicht von Verlegerin Gudrun Bauer bestechen alle Preisträger, die eine Jury aus Chefredakteuren des Verlages kürte, durch ihren Mut, ihre Individualität und ihre Kreativität. Aber auch durch „gelebte Werte“. Denn trotz ihres Erfolges hätten sie nie das Bewusstsein für das reale Leben und die Normalität verloren. Ihr Verlag entschied sich bewusst dafür, die „Goldene Feder“ auch in einem „nicht so goldenen Jahr“ zu verleihen, da es eben Leistungsträger gibt, die den Krisen trotzen und sie meistern.
Quelle(n): Die Welt
Bild(er): (c)Wikimedia
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