Ende 2005 erfuhr die Schauspielerin, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Von der Krankheit waren auch ihre Leber und die Knochen befallen.
Vor einem Jahr machte Barbara Rudnik ihre Krebserkrankung öffentlich. Zu dieser Zeit sagte sie bereits, dass es keine Heilung mehr gibt. Man könnte nur versuchen, den Krebs unter Kontrolle zu halten. Der Schauspielerin schien das auch gut zu gelingen. Trotz Chemotherapie drehte sie zuletzt wieder. Sie ging mit einer Freundin auf Lesereise und übernahm sogar die Schirmherrschaft für einen Film-Workshop für Schüler.
Am Samstag verlor Barbara jedoch den Kampf gegen den Brustkrebs. Im Beisein von Angehörigen und Freunden erlag sie jetzt im Alter von 50 Jahren ihrer Erkrankung.
Der Zeitschrift „Bunte“ sagte Rudnik im April 2008: „Es ist ein täglicher Kampf ums überleben. Das ich es bis heute geschafft habe, grenzt an ein Wunder.“ Seit Ende 2005 musste sie mit der Diagnose Krebs leben. Nachdem sie mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen war, zeigte sie sich auf dem Titelbild mit kurzen grauen Haaren, die ihr nach der Chemotherapie gerade nachgewachsen sind. Sie sagte, dass sie sich nicht mehr verstecken möchte. Weiterhin erklärte sie, dass sie sich erhobenen Hauptes mit ihren kurzen, ungefärbten Haaren zeigen und sagen will: „Das bin ich jetzt“!
Sogar Positives gewann sie der Krankheit ab. Sie würde bewusster und glücklicher als vor drei Jahren leben, da sie nun jeden Tag genießt.
So stark und souverän wie die Schauspielerin auftrat, waren auch viele von ihr dargestellte Frauenfiguren. Allerdings wünschte sich Barbara, die Regisseure wären bei der Besetzung mutiger gewesen. Die Rollen wären so nah an ihr dran, dass sie sie einschränken.
Die am häufigsten veröffentlichte Beschreibung Rudniks ist: „Die schöne, blonde Schauspielerin mit der unterkühlt-erotischen Ausstrahlung.“ Konfrontiert damit, meinte sie: „Auf Schönheit will ich mich nicht verlassen, da sie auch nicht immer da ist.“
Die charismatische Schauspielerin war auch nach der Krebsdiagnose noch bis zum Schluss voller Tatendrang. Sie stand auch wieder vor der Kamera. Bei der ARD-Reihe „Commissario Laurenti“ mit Henry Hübchen, trug sie eine blonde Perücke. In „Keinohrhasen“ zeigte sie sich dem Kinopublikum zuletzt an der Seite von Til Schweiger und Nora Tschirner. Bei der Premiere des Kinofilms „Der Baader Meinhof Komplex“ erschien sie mit Hut. Dessen Produzent Bernd Eichinger war in den 80er Jahren ihr Lebensgefährte.
Die Webmasterin von Rudniks Homepage schrieb ebendort: „Erst letzte Woche sprachen wir über einen Relaunch Deiner Webseite. Deiner Krankheit hast Du die Stirn geboten. Um zu verstehen, braucht es Zeit.“
Quelle(n): RP ONLINE
Bild(er): (c) ARD, Wikimedia
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